Ben Hartmann (l) und Johannes Aue von der Band Milliarden
Ben Hartmann (l.) und Johannes Aue von der Band Milliarden Bild © picture-alliance/dpa

Was mit einer zufälligen Bekanntschaft während einer Aufnahmeprüfung an der Universität beginnt, entwickelt sich zu einer tiefen Freundschaft und der Berliner Rock-Band "Milliarden". Der Name - ein Schlagwort, das über diesen turbulenten Zeiten zu schweben scheine, irgendwo zwischen Börsencrash und Megagehältern, zwischen Insolvenz und neuen Chancen, zwischen Kommerz, Kultur und Kunst, gibt die Band zu verstehen.

Milliarden, die nach so vielen klingen, besteht im Grunde nur aus zwei Köpfen, dem Frontmann Ben Hartmann und seinem Freund Johannes Aue. 2013 geben sie den Startschuss für ihr Projekt, 2014 erscheint ihre erste EP "Kokain und Himbeereis". Der Sound der Berliner bewegt sich zwischen Punk oder Post-Punk, wird aber auch als „Mischung aus Indie-Pop und Retro-Deutschrock“ beschrieben. Manche erkennen starke Anleihen bei der legendären Band "Ton Steine Scherben", bei der das Rock-Duo bereits auch als Support spielten. Vor allem erinnert Ben Hartmanns Stimme so manchen an den früheren Scherben-Sänger Rio Reiser.

Milliarden bevorzugen es aber unangepasst zu bleiben und wollen sich nicht zwischen Deutschrock, Liedermachertum und Pop entscheiden. Es gehe ihnen um den Widerspruch. So lassen sie kantige deutsche Lyrics auf eingängige Harmonien und einen rebellischen Punk-Spirit prallen – roh, bittersüß, ungeschönt und leidenschaftlich. Sie mixen das Kaputte und das Schöne zu einem leicht entzündlichen, hoch explosiven Cocktail. Unbedingt kosten. Am 3.10. sind die Berliner in Frankfurt zu sehen.