Unsere Themen: Gleiche Chancen für alle? – Wie die Politik Bildungsungleichheit verschärft | Lecker Stahlbeton - warum zwei Instagramer auf Offenbach stehen | Ist die Deutsche Bahn noch zu retten? | Vulkane – Sieben abenteuerliche Reisen zu den höchsten Vulkanen der Welt

Gleiche Chancen für alle? – Wie die Politik Bildungsungleichheit verschärft

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Drei Kinder sitzen mit einer Lehrerin von einer Tafel
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Es war einmal das bürgerliche Glücksversprechen der sozialen Marktwirtschaft: Alle sollten die Möglichkeit haben, den Aufstieg zu schaffen. Niemand sollte durch Elternhaus, Vermögen und Herkunft eingeschränkt, kein Kind zurückgelassen werden. Dabei entscheidend: Bildung und gesellschaftliche Teilhabe.
Wie aber ist es heute darum bestellt? Einer aktuellen Studie des World Economic Forum zufolge schneidet Deutschland in der Chancengleichheit nur mittelmäßig ab. Eine der größten Hürden für den sozialen Aufstieg sind ungleiche Bildungschancen. Und damit verbunden die Frage: Wie viel ist uns die Bildung unserer Kinder wert?
"Es ist das Wichtigste!", das wird gerne in jedem zweiten Politiker*innen-Interview gesagt. Doch es gibt unzählige Beispiele überall, die zeigen: So weit her kann es damit nicht sein. Überall sieht man Bildungseinrichtungen in marodem Zustand. Der Sanierungsstau in deutschen Schulen wächst unaufhörlich. Mancherorts können Kinder nicht mehr in die Schwimm- oder Sporthalle oder werden jahrelang in Containern unterrichtet, weil ihre Schule sich selbst überlassen wurde.
Ein besonderes Trauerspiel dieser Art kann man gerade in Frankfurt am Main erleben: Hier werden die Ernst-Reuter-Schulen, die seit Jahrzehnten integrativ und inklusiv arbeiten und besonders auch Kindern aus sozial schwächeren Schichten gute Bildungschancen ermöglichen, und die benachbarte Europäische Schule, auf die vor allem Kinder von Angestellten der Europäischen Zentralbank gehen, gegeneinander ausgespielt. Jahrelang hat die Politik es versäumt, die Reuter-Schulen zu sanieren, und gleichzeitig der rasant wachsenden Europäischen Schule keinen neuen Standort zugewiesen – trotz gegenlautender Versprechungen.
Das Resultat: Die Politik hat entschieden, dass die integrativen Reuter-Schulen jetzt der Europäischen Schule ausgerechnet das Gelände abtreten soll, auf dem ihre inklusiven Bildungsangebote angesiedelt sind, wofür die Schule im Gegenzug unbebaubares Land bekommt, mit dem sie so gut wie nichts anfangen kann. Gleiche Chancen für alle? Offenbar nicht erwünscht.
"hauptsache kultur" über die Frage: Wie viel ist uns die Bildung unserer Kinder wert? Und was macht das mit nachwachsenden Generationen, wenn sie von klein auf erleben, dass in dieser Gesellschaft nicht alle ähnlich gute Chancen haben?
Bericht: Ulf Kalkreuth

Lecker Stahlbeton - warum zwei Instagramer auf Offenbach stehen

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Drei Kinder sitzen mit einer Lehrerin von einer Tafel
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Die meisten Leute finden Betonklötze hässlich. Tim Seger und Felix Sauer finden sie spannend. Ihre Fotos sind auf ihrem Instagram-Account "@brutalismus_offenbach" zu sehen. Was Architekturkritiker abschätzig "Brutalismus" nennen, wird in ihren Fotoserien zu "lecker Stahlbeton". Fotograf Seger und Soziologie-Student Sauer interessieren sich nicht nur für die goldsilbrig in der Abendsonne glänzende Fensterfront oder die Abdrücke von Schalbrettern auf dem Beton, sondern auch für die Menschen, die hinter den Fassaden leben. Die beiden Instagramer freuen sich, wenn die Stadt Offenbach Betongebäude nicht einfach abreißt, sondern gelungen renovierten Bauten einen Denkmalschutzpreis verleiht. Was fasziniert zwei junge Leute am grauen, harten Baustoff?
"hauptsache kultur" hat sie noch vor der Corona-Krise bei einem Streifzug durch Offenbach begleitet.
Bericht: Juliane Hipp, Maria Kiseleva

Ist die Deutsche Bahn noch zu retten?

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Deutsche Bahn-Logo auf Zug im Bahnhof
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Unpünktlich, überfüllt oder gar nicht mehr in Betrieb – die Züge der Deutschen Bahn. Innerhalb von 25 Jahren wirtschaftete die Deutsche Bahn sich vom internationalen Vorbild in Sachen Pünktlichkeit und Schuldenfreiheit zu einem Bahnbetrieb auf Entwicklungsland-Niveau runter. Das zumindest sagt Arno Luik, Autor des Buches "Schaden in der Oberleitung – Das geplante Desaster der Deutschen Bahn". Luik ist skeptisch: selbst die neuen Finanzspritzen des Bundes werden die Deutsche Bahn nicht retten können, wenn sie weiter arbeitet wie bisher.
Wie konnte es soweit kommen? Und was muss passieren, damit die Bahn doch noch zum Klimaretter wird?
Bericht: Tanja Küchle

Vulkane – Sieben abenteuerliche Reisen zu den höchsten Vulkanen der Welt

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Vulkan
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Adrian Rohnfelder aus Bad Homburg hat als erster Reise- und Abenteuerfotograf die sieben höchsten Vulkane der Kontinente bestiegen, die "Volcanic Seven Summits". Dabei entstand ein Bildband, der nicht nur die Geschichten seiner spektakulären Trips erzählt, sondern auch die Schönheit der Berge und das feurige Spektakel der Vulkane porträtiert.
"hauptsache kultur" hat den Fotokünstler getroffen.
Bericht: Uli Zimpelmann

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"VOLCANIC 7 SUMMITS – Mein Traum vom Unerforschten. Sieben abenteuerliche Reisen zu den höchsten Vulkanen der Kontinente"
Adrian Rohnfelder, teNeues

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Die Sendung ist nicht moderiert.
Redaktion: Christian Sprenger, Dorothee Ott, Tom Klecker

Unsere nächste Sendung ist am Donnerstag, 02.04.2020, 22:45 Uhr!

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Sendung: hr-fernsehen, "hauptsache kultur", 26.03.20, 22:45 Uhr