So kahl, karg und einfallslos eine Fassade auch gestaltet sein mag: Zur Gestaltung einer Kuckucksuhr braucht man kein geflammtes oder gebeiztes Schwarzwaldholz, findet Guido Zimmermann. Ein Waschbeton-Balkon kann viel interessanter sein. Und seine "Cuckoo Blocks", wie er die Uhren nennt, können trotzdem Heimatgefühle vermitteln. Das bemerkte der Künstler, als er an einem Graffiti-Wettbewerb in einer der eintönigsten Hochhaussiedlungen Frankfurts teilnahm, am Ben-Gurion-Ring im Stadtteil Nieder-Eschbach. Dort kombinierte er für Sprühbilder Betonplattenbauten-Motive mit romantischen Landschaftselementen und fügte auch mal einen "Ghetto-Kuckuck" dazu. Diese Idee entwickelte Zimmermann dann zum dreidimensionalen Objekt weiter, zur Kuckucksuhr in Wohnblock-Form. Auch eine Uhr im Unterhemd und Baseballkappe aht er im Angebot. "hauptsache kultur" hat den Künstler getroffen.