Man nannte das Viertel auch "Katzeloch", weil die einfachen Häuser im Vergleich zu den Villen anderer Stadtteile so kleine Fenster hatten, dass nur Katzen hindurch zu passen schienen. Rund um die Bergkirche waren die Handwerker und Kurbediensteten zu Hause, und Wohnungen mit eigenem WC blieben lange die Ausnahme. Erst in den 1970er Jahren wurden die Häuser des Bergkirchenviertels modernisiert. Es siedelten sich kleine Theater, Galerien, Künstler und Designer an. Heute erinnert die Obere Webergasse an das Pariser Viertel Montmartre der Jahrhundertwende. "Hauptsache Kultur" hat die Kultur-Kapelle besucht, das Weinlokal von Holger Schwedler - und den Laden des "Herrn von Strick", wo Männer Stricken und Häkeln lernen können.