Saxophonspielerin

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zum Video Sistergold – wie ein Frauen-Saxophon-Quartett die Bühne rockt

"Sistergold" – das sind Kerstin Röhn, Sigrun Krüger, Elisabeth Fläming und Inken Röhrs. Mit Sopran-, Alt-, Tenor- und Bariton-Saxophon spielen sie Evergreens, Eigenkompositionen und mischen sich bei ihren Auftritten auch gerne mal unters Publikum.

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Konzerte

Freitag, 10.05.2019 Frankfurt
Foyer der Rietbergschule, Zur Kalbacher Höhe 15

Sonntag, 19.05.2019 Kassel
Dienstag, 21.05.2019 Kassel
Theaterstübchen, Jordanstr.11

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Konzerte

Theaterstübchen, Jordanstr.11Theaterstübchen, Jordanstr.11

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Ein Saxophonquartett bringt Kassel in Schwung.  "Sistergold” – vier Frauen mit vier guten Gründen, genau dieses Instrument zu spielen!

Inken:"Ich spiele Saxophon, weil es einfach das beste und schönste Instrument auf der Welt ist."
Lissy:"Weil es so unendlich vielseitig ist, weil es so nah an der menschlichen Stimme dran ist."
Sigrun:"Da hab ich sehr viele Möglichkeiten, mich auszudrücken und meistens fühle ich mich besser hinterher."
Kerstin:"Es ist auch ein sportliches Großgerät. Was bewältigt werden muss und das ist auch schön, wenn spielt und hinterher hat man richtig was tolles geschafft."

Dieses sportliche Großgerät ist ein Baritonsaxophon und wiegt stolze sechs Kilo. Seit zehn Jahren spielen Sistergold zusammen, ein Quartett, halb aus Nordhessen, halb aus Niedersachsen. Zum Proben treffen sie sich immer in Kassel.

Erste Landung in Männerblaskapelle

Kerstin Röhn entdeckte schon mit neun Jahren ihre Liebe zum Saxophon: Sie sah im Fernsehen den Film "Die Glenn Miller Story". Und war hin und weg vom Swing. Sofort wollte sie Saxophon lernen und landete erst mal: in einer Männerblaskappelle. Denn damals spielten nur Männer Saxophon! Und heute?

"Es gibt mittlerweile sehr viele Frauen, die Saxophon spielen und das ist auch gut so, früher haben ja Frauen auch andere Dinge nicht gemacht / und ich selbst habe ja mit 9 Jahren angefangen und ich war das einzige Mädchen in diesem Blasorchester, mit sagen wir mal Männern ab 50, das machte aber nichts, ich viel gelernt, und ich hab mich auch nie als Exotin gefühlt", so Röhn.

Anstoß geben

Die Begeisterung für ihr Instrument will sie auch an ihre Studenten weitergeben. Sophia Kulle zum Beispiel studiert Musik auf Lehramt und hat das Saxophon als Soloinstrument gewählt. Was so leicht von den Lippen kommt, braucht viel Übung. Als Dozentin kommt es Kerstin Röhn aber nicht nur auf die richtigen Töne an. Denn ihre Schülerinnen und Schüler sind in der Regel noch jung, wenn sie zu ihr kommen.

"Die Studenten haben Abitur, kommen her, haben schon eine gewisse Saxophonbildung und dann sind sie zum ersten mal weg von zuhause und alles ist anders und es passiert sehr viel an Entwicklung in diesem Alter. Und das finde ich ganz interessant und freue mich, das begleiten zu dürfen, und hoffe, dass ich da den ein oder anderen Anstoß auch gebe", so Rhön.

Das Geheimnis der Unterschiede

Damit man das Saxophon allerdings so spielerisch beherrscht, braucht man nicht nur viel Übung, sondern auch ein Team, auf das man sich verlassen kann. Die Musikerinnen von Sistergold lockern mit Show-Einlagen auch gerne ihre Konzerte auf.  Und was ist jetzt das Geheimnis, dass sie seit neun Jahren so gut zusammenspielen?

"Außerdem sind wir vier unterschiedliche Charaktere, ja, Sigrun, Du bist eher so eine damenhafte Person, Inken ist so eine quirlige und Lissi ist so ein verrücktes Huhn und ich bin - die Basis? Ich bin, glaub ich, seriös, geerdet", antwortet Röhn lachend.

Sistergold – Frauenpower von Klassik bis Pop.

Bericht: Dorothee Ott

Sendung: hr-fernsehen, "hauptsache kultur", 18.04.2019, 22:45 Uhr