Monatlich eine halbe Milliarde Umsatz weg. Das ist die Krisenbilanz des Börsenvereins für das Buchgeschäft. Verlage sind in ihrer Existenz bedroht, inhaltlich sind die Folgen gravierend. Zwar sind seit dem 20. April Buchhandlungen wieder offen, zumindest mit Einschränkungen. Aber läuft das Geschäft mit den Büchern dann wieder? "Nein, absolut nicht", sagt Tim Jung, Verleger bei Hoffmann und Campe. "Ich halte es für brandgefährlich anzunehmen, dass damit jetzt alles gut ist. Krise beendet? Das ist nicht der Fall. Der Schaden ist immens. Die Schwierigkeiten bleiben bestehen."