Für herkules-Moderatorin Rebecca Rühl klappert diesmal die Mühle am rauschenden Bach. Im nordhessischen Grebenstein besucht sie die traditionsreiche Hagenmühle, eine der letzten Mühlen in Hessen, die noch auf alte Weise arbeiten.

Angetrieben wird die Mühle von einem Wasserrad. Aus dem frisch gemahlenen Mehl backt die Müller-Familie eigenes Brot und verkauft es dann knusprig-aromatisch im Hofladen. Müller Christoph Hold zeigt Rebecca Rühl, wie es geht. Die Moderatorin lernt, wie Korn zu Mehl wird und was dabei zu beachten ist.

In der Hagenmühle ist vieles Handarbeit, hier sind noch Walzen und Maschinen aus den 1930er Jahren im Einsatz. Die Mühle stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist jetzt in der zehnten Generation in Familienbesitz. Viel Erfahrung und reichlich Tradition – vielleicht schmeckt das Brot deshalb so besonders?

Am Rande der Innenstadt von Grebenstein, kurz vor der historischen Stadtmauer gelegen, ist die Hagenmühle ein Traditionsbetrieb seit fast 600 Jahren, die Hälfte davon in Familienbesitz. Als einer der letzten aktiven Wassermüller stellt Christoph Hold verschiedene Mehle und Backschrote allein mit Wasserkraft her. Angetrieben wird die gesamte Mühle durch ein oberschlächtiges Wasserrad und dem Wasser der Esse. Die Hagenmühle vermahlt ausschließlich Weizen, Roggen, Dinkel und Emmer. Diese Getreidesorten werden ausschließlich in regionaler Produktion hergestellt und sind frei von jeglichen Zusatzstoffen.

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Getreidesorten

WEIZEN
Die Hagenmühle verarbeitet ausschließlich Weizen aus der Grebensteiner Gemarkung, daraus wird ein helles Weizenmehl hergestellt, das sich bestens für Brötchen, Weißbrot, Pizza, Kuchen oder andere Feingebäcke eignet. Ein dunkles Weizenvollkornmehl, in dem alle Nährstoffe des ganzen Korns enthalten sind und besonders gut für kräftige Brote eignet und für alle die es lieber etwas herzhafter mögen. Wer gerne etwas mehr Biss mag, kann auch gern zum Weizenschrot oder -grieß greifen.

ROGGEN
Ebenfalls nur aus Grebenstein stammt der Roggen, der zu einem dunklen Roggenmehl vermahlen wird. Wer etwas festere und aromatische Brote mag, sollte zugreifen. Den passenden Sauerteig für reine Roggen- oder Mischbrote gibt es auch im Hofladen.

DINKEL
Aus Naumburg – Altenstädt kommt der Dinkel. In exklusiver Partnerschaft mit der Landwirtsfamilie Homburg stellt die Hagenmühle seit einigen Jahren sowohl helles Dinkelmehl, als auch ein kräftiges Vollkornmehl her. In der Verarbeitung ist es mit dem entsprechenden Weizenmehl vergleichbar. Für viele Menschen mit Weizenunverträglichkeit ist Dinkelmehl eine gute Alternative. Den Dinkel verarbeitet die Hagenmühle auch weiter zu leckeren Dinkelflocken fürs Müsli oder als Zugabe zum herzhaften Brotteig.

EMMER
Ebenfalls von der Familie Homburg kommt der Emmer, der in der Hagenmühle vermahlen wird. Emmer ist als Urform des Weizens eine der ältesten, kultivierten Getreidearten. Der Mineralstoff- und Eiweißreiche Emmer ist gut zum Brotbacken geeignet und verleiht den Backwaren einen herzhaften, leicht nussigen Geschmack.

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Die Rezepte:

Neben dem Verkauf im neu eingerichteten Hofladen, beliefert die Hagenmühle einige kleinere Bäckereien sowie Supermärkte in der Umgebung. Jeden Freitag wird frisch gebacken und das Brot dann im Hofladen verkauft.

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Kontakt

Hagenmühle
Bahnhofstraße 18
34393 Grebenstein

Telefon: 05674/206
E-Mail: info@hagenmuehle.com

Öffnungszeiten Hofladen:
Montag und Dienstag geschlossen
Mittwoch bis Freitag 9:00 bis 13:00 Uhr und 15:00 bis 18:00 Uhr
Samstag 9:00 bis 13:00 Uhr

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Moderation: Rebecca Rühl
Sendung: hr-fernsehen, "herkules", 18.10.2020, 19:00 Uhr