Dieter Voss ist diesmal unterwegs in Lorch im Rheingau. Berühmt sind die Steilhänge, an denen der wunderbare Riesling wächst. Lorch hat aber noch viel mehr zu bieten: etwa das bei Wanderern beliebte Wispertal, wo auch die bekannte Wisperforelle herkommt.

Lorch ist die westlichste Stadt Hessens, der Ortskern liegt am Rhein. Weitere Stadtteile befinden sich oberhalb, im landschaftlich herausragenden Wispertal. Somit bietet Lorch ganz unterschiedliche Möglichkeiten für Besucher: es gibt die Winzertradition im alten Stadtkern, wo sich die Villen der Winzerfamilien aneinander reihen und wo man gemütlich einkehren kann. Im Wispertal haben Wanderfreunde einen hervorragenden Ausgangspunkt für entspannte Spaziergänge im menschenleeren Rheingauer Hinterlandswald. Nicht zu vergessen: die leckere Wisperforelle, die nur hier gezüchtet wird.

Im Ortskern steht mit dem Hilcheshaus eines der schönsten Renaissancehäuser Hessens. Direkt daneben befindet sich die St. Martin-Kirche mit dem einzigartigen Schnitzaltar und einer humorvollen Besonderheit, dem "Rieslingregister". Was das genau ist, erfahren Sie in der Sendung.

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Stadt Lorch
Markt 5
65391 Lorch / Rhein
Telefon: 06726 180
E-Mail: info@lorch-rhein.de

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Übersicht

Wispertalsteig

Dieter Voss trifft den Wanderexperten Robert Carrera, der den Wispertalsteig mit ins Leben gerufen hat. Der Wanderweg gehört zu den schönsten in Hessen. Gemeinsam streifen die beiden durch Buchenwälder, erleben die kühle Wisper und den fantastischen Fernblick am Aussichtspunkt Mehrholz. „In Stille wanderbar“- so lautet das Motto dieses Premiumwanderwegs, der seit seiner Eröffnung im Jahr 2009 ein großer Erfolg ist. Der 15 Kilometer lange, leicht zu laufende Weg beginnt im Lorcher Stadtteil Espenschied und führt durch stille Täler der Wisper und ihrer Nebenbäche, durch Wälder und an steilen Felsen vorbei. Helle Buchenwälder, Moose und Flechten, auch Schmetterlinge, Insekten und im Herbst das Konzert der röhrenden Hirsche – all das sind Naturerlebnisse, die sich lange einprägen. Einen fantastischen Ausblick bietet der Aussichtspunkt Mehrholz, wo der Blick über den Rheingauer Hinterlandswald bis zum Hunsrück reicht. Kulinarisch bestens versorgt werden Wanderfreunde an der Laukenmühle, bei der Forellenzucht Seitz oder in Espenschied. Robert Carrera berichtet, dass er bereits einen neuen Wanderweg plant.

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Kontakt

Verkehrs- und Heimatverein Espenschied e. V.
Robert Carrera - Wandersparte
In Wiesgarten 11
56357 Welterod
Telefon: 0163 4399244
E-Mail: info@wispertalsteig.de
Internet: www.wispertalsteig.de

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Rheingauer Hinterlandswald

Im Wispertaunus, einem der westlichsten Gebiete des Taunus, liegt der Rheingauer Hinterlandswald. Er ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Hessens und wirkt oft wie menschenleer. Eine einzige asphaltierte Straße gibt es bis heute. Daher ist der Wald ein wichtiges Rückzugsgebiet für Tiere: Hier leben Schwarzstorch, Wildkatze oder Mufflons. Als Teil des Naturparks Rhein-Taunus dient der Wald als Ziel für Erholungsuchende, aber er hat auch eine bedeutende ökologische Funktion: seine Bäume produzieren Sauerstoff und speichern Kohlendioxid.

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Weitere Infos unter

www.rheingau.de

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Wisperforelle

„Wisperforelle“ heißen die leckeren Fische, die von Familie Seitz im Wispertal nördlich von Lorch gezüchtet werden. In Naturteichen, die von der Wisper gespeist werden, wachsen die Fische heran und schwimmen gegen die Strömung. Dadurch werden ihre Muskeln fester, die Qualität des Fleischs steigt. Wie Siegbert Seitz und sein Sohn Tobias zu Forellenzüchtern wurden, verraten sie Dieter Voss in der Sendung. Denn das war gar nicht so einfach. Mittlerweile ist selbst Queen Elizabeth von der Wisperforelle angetan, die sie im Rahmen ihres Staatsbesuchs 2015 im Frankfurter Römer serviert bekam. Im Hofladen werden die Forellen natürlich auch an „Normalsterbliche“ verkauft.

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Kontakt

Familie Seitz
Im Wispertal 2
65391 Lorch
Telefon: 06775 960032 oder Privat: 06775 371
E-Mail: wisperforelle@t-online.de
Internet: www.wisperforelle.de

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Espenschied: „Das singende Dorf“

Fünf Chöre gibt es in dem kleinen Lorcher Stadtteil Espenschied, der gerade einmal ca. 300 Einwohner hat. Geleitet werden die Chöre von Heiner Bastian. Singen hat hier eine lange Tradition: Espenschied war immer ein armes Dorf, man lebte vom Schierferbergbau, der Land- und Waldwirtschaft, verdiente wenig Geld und kam selten aus dem Dorf heraus. Man machte sich seine Unterhaltung also selbst und sang seit jeher in Chören.

Und seitdem sich vor wenigen Jahren auch eine Opernakademie hier eingerichtet hat, ist das „singende Dorf“ perfekt. Michael Vaccaro, Regisseur und Opernsänger, kaufte ein leerstehendes Hotel und eröffnete die „Opera Classica Europa“, wo in den Sommermonaten junge Gesangsstudenten aus aller Welt leben und proben. Höhepunkt ist ein gemeinsames Open-Air-Konzert in der Dorfmitte, wo die Chöre gemeinsam mit den Profisängern auftreten. Jeden Sommer wird eine bekannte Oper aufgeführt – ein echter Publikumserfolg. Auch im „Herrlichen Hessen“ treten die Chöre und die jungen Sänger zusammen auf und singen das berühmte Trinklied aus „La Traiviata“.

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Opera Classica Europa
Eichenweg 18
65391 Lorch
Telefon: 06124 7269999
Internet: www.Operaclassica.de
E-Mail: Info@Operaclassica-Europa.de

Gesangsverein Eintracht 1902 Espenschied
Eichenweg 19
65391 Espenschied
Telefon: 06775 960631
E-Mail: beamagnus@online.de

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Schiefer und Landmuseum Ransel

Überall um Lorch herum kommt Schiefer vor: in den Weinbergen (wichtig für den Geschmack des Rieslings), in der Wisper (Geschmack der Forellen) und an und auf den Häusern: Verschindelungen mit Schiefer und Schieferdächer. Die Dächer sehen nicht nur äußerst hübsch aus, Schiefer ist auch ein sehr haltbares Material, das überall wieder in Mode kommt. In Lorch ist es nie in Vergessenheit geraten, und Heinz Vohs ist einer der Dachdecker aus der Region, die noch mit diesem Naturmaterial umgehen können. So gut, dass er im Frühjahr 2017 sogar den Geisenheimer Dom komplett neu gedeckt hat.

Im Landmuseum Ransel arbeitet er an einem Musterdach aus Schiefer und erklärt alles über dieses Material. Das kleine Freilichtmuseum liegt weit oberhalb von Lorch inmitten stiller Natur. Es ist liebevoll eingerichtet und wird von vielen Freiwilligen erhalten. In verschiedenen Ausstellungen werden alte landwirtschaftliche und handwerkliche Berufe vorgestellt. Es gibt ein Backhaus, eine Schmiede, ein Wagnerei, ein Bergbaumuseum, es wird Bier gebraucht und Schnaps gebrannt. Besonders schön kann man das bei den verschiedenen Festen rund ums Jahr erleben.

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Landmuseum Ransel
Gewerbegebiet 1
65391 Lorch-Ransel
1. Vorsitzender: Marcello Ramallo
Telefon: 06726 2088
Internet: www.flk-ransel.de

Dachdeckermeister Heinz Vohs
Gartenstraße 6
65391 Lorch-Ransel
Telefon:  06726 1480

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Weingut Mohr und „1001 Geschmack“

Orientalische Gewürze, „türkischer Spundekäs“, Lammfleisch und Auberginenmus – und dazu Rheingauer Riesling? Kann das harmonieren? Und wie! Winzerfrau Saynur Sonkaya-Neher präsentiert die Küche der Türkei zusammen mit den edlen Tropfen des Weinguts, und der Erfolg gibt ihr Recht: ihre Kochkurse sind ausgebucht, und die Gäste der kleinen Straußwirtschaft gehen auf kulinarische Entdeckungsreise. Auch im „Herrlichen Hessen“ bereitet Saynur Sonkaya-Neher orientalische Genüsse zu und gibt viele Tipps für den passenden Wein.

Die Rezepte finden Sie hier:

Weitere Informationen

Kontakt

Mohr – Wein & Kulinarik Rheingau
Saynur Sonkaya-Neher
Rheinstraße 21
65391 Lorch
Telefon: 06726 9484
E-Mail: info@weingut-mohr.de
Internet: www.weingut-mohr.de

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Kirche St. Martin und Rieslingregister

Die schöne Kirche ist das höchste Gebäude und Wahrzeichen der Stadt. Im Inneren des gotischen Bauwerks befindet sich ein echter Schatz: der herrliche Schnitzaltar, der als größter und ältester monochromer Holzschnitzaltar Deutschlands gilt. Das „Rieslingregister“ ist ein Teil der Orgel. Wenn man ein bestimmtes Register zieht, ertönt Vogelgezwitscher. Wie es sich anhört, wenn der Organist noch das passende Lied dazu spielt, erleben Sie in der Sendung

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Kath. Pfarrbüro Lorch
Oberweg 13
65391 Lorch
Telefon: 06726 9479

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Treibholzkunst

Wenn Esther Pscheidt am Rhein entlang spaziert, oft mit Hündin Emma, hält sie Ausschau nach Treibholz. Nicht selten steigt sie bis in die Fluten, um ein Stück herauszufischen, das sie besonders fasziniert. Esther Pscheidt gibt dem Holz, das eine lange Reise hinter sich hat, dessen Geschichte sie aber nicht kennt, ein neues Gesicht und ein neues Leben: aus „totem Holz“ wird Kunst. Sie trocknet es, schleift es, bemalt es oder lässt es in seinen natürlichen Farben – aber immer entstehen Objekte, die ganz und gar individuell sind. Esther Pscheidt arbeitet im Hauptberuf der Post und hat sich mit dem Verkauf ihrer Treibholzkunst einen Traum erfüllt.

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Esther Pscheidt
Holzwurm
Am Ranselberg 29
65391 Lorch
Telefon: 01739715175
E-Mail: holzwurmbypm@web.de
Internet: www.holzwurmbypm.de

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Moderation: Dieter Voss
Autorin: Monika Kullmann
Sendung: hr-fernsehen, "herrliches hessen", 24.05.2020, 20:15 Uhr