Japanisch oder thailändisch? Libanesisch oder marokkanisch? Mexikanisch oder brasilianisch? Spanisch oder bretonisch? Wer hierzulande Lust auf internationale Küche hat, wird schnell fündig. Kaum eine Nation der Welt, die nicht hier vertreten ist. Zwar streitet die Politik noch darüber, ob Deutschland ein Einwanderungsland ist oder nicht. Kulturell und kulinarisch ist es das aber längst. Denn alle Zuwanderer bringen ihre ganz eigenen Traditionen und Bräuche mit und damit auch ihre ganz spezielle Küche. In vielen deutschen Städten können Hungrige mühelos eine kulinarische Weltreise machen, so vielfältig ist mittlerweile das Angebot. Das gilt auch für den Südwesten: für Baden-Württemberg, das Saarland und Rheinland-Pfalz sowie die Nachbarn Frankreich und Luxemburg. Mika Morita, Japanerin aus Osaka, betreibt in Saarbrücken einen Laden für japanische Spezialitäten und gibt regelmäßig Kochkurse. Sie verrät uns, wie wir eins der Lieblingsgerichte ihrer Heimat zubereiten: Ramen, deftige Nudelsuppe, die in Japan geradezu Kultstatus hat und zu jeder Tages- und Nachtzeit gegessen wird, gern auch als Katerfrühstück nach einer durchzechten Nacht. Ramen hat durch Instagram internationale Berühmtheit gelangt, die kunstvoll und farbenfroh angerichtete Suppe ist ein perfektes Fotomotiv. Kein Wunder, dass längst auch bei uns in Deutschland Ramen-Shops wie Pilze aus dem Boden schießen. Mika kennt sich auch bestens aus mit Gyoza, gefüllten Teigtaschen, ebenfalls eine Spezialität ihrer Landesküche. Und obwohl Japaner täglich viel Gemüse essen, haben es Vegetarier schwer im Land der aufgehenden Sonne. Jasmine Letschnig, Österreicherin aus Kärnten, hat gerade im baden-württembergischen Schwetzingen einen Laden für österreichische Spezialitäten eröffnet. "Genuss X Zeit - Die Österreichische Botschaft". Jasmine ist studierte Volkswirtin und hat noch eine Slowfood-Ausbildung im italienischen Piemont gemacht. Warum sieht sie Bedarf für österreichische Spezialitäten in Deutschland? Was lieben die Deutschen besonders? Was haben die österreichischen Spezialitäten den Deutschen voraus? Wir begleiten die Kärntnerin in ihre Heimat, sind dabei, wenn Jasmine Produzenten vor Ort trifft, Nachschub für ihren Laden holt und lernen neue Spezialitäten kennen, wie Jauntaler Salami, Käferbohnensalat oder handgekrendelte Kärtner Nudeln, eine Art Ravioli, gefüllt mit brauner Minze. Marcel Jetter betreibt seit 2018 in Stuttgart das österreichische Wirtshaus Kaiser und Schmarrn. Der Deutsche liebt vor allem die österreichische Gastlichkeit, die er durch sein Lokal nach Deutschland importieren will. Und was macht der Österreicher beim Wiener Schnitzel anders als der Deutsche? Was macht einen guten Kaiserschmarrn aus? Mit Marcel machen wir uns in Stuttgart auch auf Spurensuche...zurück in die Jahre, in denen Stuttgart unter Habsburger Herrschaft stand. Noch heute gibt es in der Stadt den Österreichischen Platz.