Der Bauer ist am Ende. Er will den Kreislauf von melken, mästen, schlachten durchbrechen, ein Lebenshof werden: veganes Leben ohne Nutztiere. Kann das gelingen? Der Verein "Lebenstiere" unterstützt ihn dabei. Julya Dünzl und Timo Geuß haben zu viele leidende Nutztiere gesehen. Ihre Mission: Tiere vor dem Schlachten retten, Nutztiere abschaffen, Betriebe umstellen. Ihre Idee: "Transfarmation". Es geht ihnen nicht nur ums Tierwohl, auch um veganes Essen, um Klimawandel und Welternährung.

Bauer Matthias hadert zwar schon lange mit der heutigen Nutztierhaltung, aber jetzt muss er sich doch erst einmal daran gewöhnen, dass seine Milchkühe, Mastschweine und Legehennen plötzlich ein Leben ganz ohne Nutzen für den Menschen leben dürfen.

Finanziert wird das Projekt durch Spenden und Patenschaften, die der Verein "Lebenstiere" vermittelt. Die Bauern erhalten monatlich Geld, um zu überleben. Dafür müssen sie den Hof auf ökologische und rein pflanzliche Landwirtschaft umstellen. Ein radikaler Weg. Doch es gibt immer mehr Anhänger, denn die Bedingungen der Fleischproduktion werden immer brutaler – für Mensch und Tier. Gerade kommt auf seinen Hof eine Kuh, die ein anderer Bauer nicht schlachten wollte aber auch nicht behalten konnte. Auf dem Lebenshof ist sie willkommen.

Weitere Informationen

Links zur Sendung

Informativ und kostenlos: Fleischatlas 2018. (Der aktuelle Fleischatlas 2021 kostet leider eine Gebühr.)
Infos unter: www.bund.net/service/publikationen/detail/publication/fleischatlas-2018


Schweizer Philosophin Sarah Heiligtag, Ideengeberin der "Transfarmation"
Infos unter: www.hof-narr.ch


Lebenshofinitiative der Protagonisten Julya Dünzl und Timo Geuß
Infos unter: www.lebenskuehe.de


Gründungsseite der Transfarmation aus den USA
Infos unter: thetransfarmationproject.org/#the-case-for-transfarmation


Ein anderer Verein aus Hamburg
Infos unter: www.free-animal.de


Informationsseite zum veganen Leben
Infos unter: proveg.com/de

Ende der weiteren Informationen


Sendung: hr-fernsehen, 15.04.2021, 21:45 Uhr