Blick auf die Nikolaikirche auf dem Frankfurter Römerberg.

In der Adventszeit ist der Teufel los. Ein Groß- Gottesdienst reiht sich an den anderen. Weihnachtsbazar und Krippe wollen in der Frankfurter Nikolaikirche aufgebaut werden. Die Kirche soll von morgens bis abends offen stehen, ohne, dass sakrale Gegenstände abhandenkommen. Fast alle Gruppen der Sankt- Pauls- Gemeinde veranstalten von früh bis spät Weihnachtliches. Die Kirche ist proppenvoll mit Gemeindemitgliedern. Und dann kommen noch jede Menge Besucher des nahen Weihnachtsmarktes. Manche verspüren Bedürfnis zur Einkehr. Andere wollen ihre Maronen lieber im Sitzen essen. Sie krümeln das Gotteshaus voll und verkleckern pappigen Glühwein. Und einige wollen ihren Rausch ausschlafen. „Ist den Leuten nichts mehr heilig?“ fragt sich Küster Carsten Schwöbel.