Der Güterverkehr der Deutschen Bahn bringt es nicht: Die Verluste werden immer höher, das Management wechselt im Jahresrhythmus, der Marktanteil sinkt unaufhaltsam.

Dabei fordern Bundesregierung, Frachtkunden und Umweltschützer in seltener Einigkeit, dass mehr Fracht mit Güterzügen statt Lastwagen transportiert werden soll. Die hr-Journalistin Katja Sodomann hat sich ins weithin unbekannte Frachtgeschäft der Deutschen Bahn eingearbeitet. Sie hat Kunden besucht, mit Managern gesprochen und Mitarbeiter begleitet: beim Verladen, Disponieren und Kontrollieren.

Bahnfracht

Im sonst verschlossenen „Operations Center“ von DB Cargo konnte ebenso gefilmt werden wie am Rangierbahnhof. Vieles ist veraltet. Es fehlt an Personal. Mit den Personenzügen liefern sich die Güterzüge einen Konkurrenzkampf um freie Gleise - einen Kampf, den die Bahn oft zu Lasten des Frachtgeschäfts entscheidet. Am Beispiel der Firma Mercer Holz GmbH wird deutlich, dass Frachtkunden mehr erwarten, als es die Deutsche Bahn bietet. Konkurrenzunternehmen, die mit eigenen Güterzügen fahren, haben der Deutschen Bahn mittlerweile mehr als die Hälfte des Geschäfts abgejagt.

Eine Reportage von Katja Sodomann
Sendung: hr-fernsehen, "hessenreporter", 18.02.2020, 21:45 Uhr