In Fulda-Ziehers haben die meisten Bewohner ausländische Wurzeln, sie kommen aus Russland und Afrika, der Türkei oder Syrien und vielen anderen Teilen der Welt. Deutsche gibt es hier nur wenige.

Allen gemeinsam ist: Reich sind sie hier nicht. Das Quartier gilt als sogenanntes Problemviertel, doch genau dagegen wehrt sich Adriana Oliveira, die Quartiersmanagerin. Die gebürtige Brasilianerin und gelernte Erzieherin betreut das Viertel, ist hier der gute Geist.

Zu ihr kann man mit allen Anliegen kommen, sie hat immer ein offenes Ohr. Sie fordert viel und versucht, die Leute zu animieren, sich für ihr Wohngebiet einzusetzen. Gemeinsam mit ihrem Team und finanziell gefördert vom Land Hessen im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“, versucht die Quartiersmanagerin das Viertel aufzuwerten, nicht nur für seine Bewohner, sondern auch für die ganze Stadt. Denn wo die Stimmung gut ist, entstehen auch keine Konflikte.

 Quartiersmanagerin  Porträtfoto Adriana Oliviera

So will sie etwa serbische, türkische und syrische Mütter dazu bewegen, die Patenschaft für einen neuen Spielplatz zu übernehmen, damit der nicht zumüllt. Sie sollen Verantwortung übernehmen und mit ihren Nachbarinnen in Kontakt treten, sich vernetzen.

hr-Reporter Rütger Haarhaus hat die engagierte Frau und die Bewohner des Viertels begleitet und zeigt, wie durch Menschen wie Adriana Oliviera ganz neue Impulse entstehen und sich Dinge zum Positiven verändern können. Eine Erfolgsgeschichte, die noch lange kein Ende genommen hat.

Sendung: hr-fernsehen, "hessenreporter", 03.09..2019 um 21:45 Uhr