Hand schließt ein Fenster.

Nach Angaben der Polizeilichen Kriminalprävention geben Täter in rund einem Drittel der Fälle ihren Einbruchversuch auf, wenn sie auf erschwerte Bedingungen stoßen.

Einbruchshemmende Haustechnik installieren

Die mechanische Sicherung von Türen und Fenstern ist der wirkungsvollste Schutz vor Einbrechern. Eine Schwachstelle sind Fenster sowie Terrassen- und Balkontüren, die mit herkömmlichen Rollzapfen ausgerüstet sind. Mehr Sicherheit bieten sogenannte Pilzkopfzapfen mit entsprechenden Beschlägen.

Beim Kauf neuer Fenster oder Türen ist dieses Mehr an Sicherheit nicht viel teurer. Das Nachrüsten kostet etwas mehr. Die KFW bietet eine Förderung für Maßnahmen zum Einbruchschutz an. Informieren Sie sich über mögliche Kredite oder Zuschüsse für Ihr Vorhaben unter www.kfw.de.

5 Verhaltensregeln beachten

Die beste Technik kann einen Einbruch nicht verhindern, wenn sich die Bewohner falsch verhalten:

  1. Beim Verlassen des Hauses oder der Wohnung sollte immer die Haustür abgeschlossen werden. Alle Fenster sollten geschlossen und sein. Gekippte Fenster sind für Einbrecher offene Fenster.
  2. Verstecken Sie Ihren (Ersatz-)Schlüssel niemals im Freien und tauschen Sie Schlösser sofort aus, wenn Schlüssel verloren gehen.
  3. Posten Sie in sozialen Netzwerken nicht, wann Sie in den Urlaub fahren oder was Sie gerade in den Ferien machen. Auch auf dem Anrufbeantworter niemals Fremde darüber informieren, wie lange Sie nicht zu Hause sind.
  4. Fallen im Wohnumfeld fremde Personen auf, die sich ungewöhnlich verhalten, sollten Sie sofort die Polizei zu Rate ziehen.
  5. Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung sollte immer einen bewohnten Eindruck erwecken, z. B. durch den Einsatz von Zeitschaltuhren. Unbedingt vermeiden sollten Sie außerdem einen überquellenden Briefkasten, wenn Sie länger nicht zu Hause sind.

Weitere Information und Hilfe

Sind Türbeschläge, Verlängerte Schließbleche oder Panzerriegel über die volle Breite der Tür wirkungsvoller? Bieten verankerte Schließfächer und Kleintresore ausreichenden Schutz? Ist eine Überfall- und Einbruchmeldeanlage ratsam? Dies und mehr erfahren Sie kostenlos bei den Polizeilichen Beratungsstellen.
www.polizei-beratung.de

Zusammen mit Kooperationspartnern aus der Versicherungswirtschaft, den Industrieverbänden und Firmen hat die Polizei die Initiative K-EINBRUCH gestartet. Produktneutrale Informationen und ein „interaktives Haus“ mit Tipps zu geeigneten Sicherheitsmaßnahmen sind zu finden unter:
www.k-einbruch.de

Psychologische Beratung nach Einbrüchen und Hilfe in finanziellen Notlagen leistet die Opferschutz-Organisation Weisser Ring. Mehr Informationen unter:
www.weisser-ring.de