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Aktien-Challenge

Elefant Tamo oder Aktien-Profi Chris-Oliver Schickentanz, wer investiert besser? Ein halbes Jahr nach dem Start liegt der Aktien-Profi vorn. 6 Monate, 2 Depots, jeweils 5 Aktien – wir ziehen Bilanz der großen Aktienchallenge von Mex und boerse.ard.de und erklären, warum wir noch eine zweite Runde dranhängen.

Denn tatsächlich sind beide Aktienchallenge-Depots sind derzeit kräftig im Minus. Wir sind im Frankfurter Home-Office bei Aktienprofi Chris-Oliver-Schickentanz. Der Chefinvestor war seit Mitte März nicht in seinem Commerzbank-Büro. Corona und der Lockdown haben das Leben des Bankers stark verändert: "Wir haben die Split Operations eingeführt, das heißt, die Hälfte der Mitarbeiter arbeitet von zu Hause. Das war am Anfang eine Umgewöhnung, es hat sich mittlerweile aber sehr gut eingespielt."

Die Kommunikation funktioniert problemlos über Laptop und Telefon, aber das Home Office hat auch seine Nachteile: "Was ich tatsächlich sehr vermisse, ist der direkte persönliche Austausch mit den Kunden.“

Neues aus dem Opel-Zoo

Auch das Leben im Kronberger Opel Zoo wurde durch die Pandemie ordentlich durcheinander gewirbelt. Sieben Wochen lang war der Zoo geschlossen, das hat auch an den Finanzen genagt. Martin Becker vom Opel-Zoo erzählt: "Also genagt heißt, dass wir natürlich finanziell langsam trocken laufen. Das geht jedem so, der privat finanziert wird."

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Elefant Tamo sucht Äpfel aus
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Zum Glück hat der Zoo jetzt wieder regulär geöffnet, wenn auch für nur 1.000 Besucher gleichzeitig. Doch auch unabhängig von Corona ist bei den Elefanten nichts mehr wie es war: "Eine unserer Elefantenkühe, die älteste ist gestorben. Und jetzt haben wir nur noch zwei, Zimba und unseren Tamo."

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Was bisher geschah

Bevor wir gleich eine erste Bilanz unserer Aktienchallenge ziehen, zuerst noch ein kurzer Rückblick: Vor einem halben Jahr im November 2019 haben Tamo und Chris-Oliver Schickentanz aus den dreißig Werten des Dax jeweils fünf Titel ausgewählt. Die Aktien wurden aber nicht regulär am Aktienmarkt gekauft, sondern in unserem Online-Depot mit einem virtuellen Budget von 10.000 Euro hinterlegt. Seitdem haben wir bei mex und boerse.ard.de ein halbes Jahr lang verfolgt, wie sich die Werte entwickeln und wer mit seiner Auswahl besser abschneidet.

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"Ordentlich rauf, ordentlich runter"

Gemeinsam mit ARD-Börsenexperte Markus Gürne schauen wir uns die Entwicklung der vergangenen sechs Monate noch einmal an. In den ersten drei Monaten kannte der Dax vor allem eine Richtung, nach oben. Im Februar und März folgte dann aber der coronabedingte Absturz. Von diesem Tief konnte sich der Dax zumindest schon wieder ein bisschen erholen. Langsam gewinnt der Kurs wieder an Höhe. Gürnes Analyse: "Es geht ordentlich rauf, es geht ordentlich runter. Und das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben, weil die Rahmenbedingungen einfach total ungewiss sind."

Doch was heißt das für die Depots unserer beiden Kontrahenten sechs Monate nach dem Start?

Zum Stichtag am Montag deutlich weniger im Minus ist das Depot von Aktienprofi-Chris Oliver Schickentanz:

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Vier der fünf Aktien sind weniger wert als die ursprünglichen 10.000 Euro. Einziger Lichtblick ist die RWE Aktie. Unterm Strich bleibt aber insgesamt ein Minus von 17 Prozent.

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Nur Rote Zahlen dagegen in Tamos Depot:

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Obwohl der Elefant am Anfang sogar den Aktien-Profi überholen konnte, sind derzeit alle einzelnen Aktienpakete deutlich weniger wert als 10.000 Euro. Tamos Depot hat ein Viertel an Wert eingebüßt – insgesamt fast 25 Prozent des Einsatzes.

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Doch warum liegt Aktien-Profi Chris-Oliver Schickentanz überhaupt vorne? Das erklärt uns Finanzprofessor Andreas Hackethal von der Goethe-Uni Frankfurt, der für uns die Zusammensetzung der Portfolios analysiert hat: "Herr Schickentanz hat am Anfang eines vollkommen richtig gemacht, wie aus dem Lehrbuch. Er hat seine Aktien auf fünf verschiedene Branchen verteilt. Ja, da war Automobil dabei, da war ein Sportartikelhersteller dabei oder ist dabei, Energieversorger, Logistik und so weiter. Tamo hat alles auf zwei Branchen gesetzt, Chemie, Pharma und Automobil."

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Trotz allen Lobes ist Chris-Oliver Schickentanz mit dem Verlauf der Aktienchallenge nicht zufrieden, obwohl er im Wettstreit mit Tamo vorne liegt: "Der Wettkampf mit Tamo macht natürlich Spaß. Aber mit minus 18, minus 19 Prozent kann man sich nicht als Gewinner fühlen.“

Längere Laufzeit, noch mehr Erkenntnis

Dass es im Moment vielen Aktionären wie unseren Kontrahenten geht, erfahren wir bei Brigitte Mayer von der Verbraucherzentrale Hessen. Aber es gibt auch Licht am Ende des Krisen-Tunnels. Dranbleiben könnte sich lohnen: "Letztendlich wäre es vielleicht sinnvoll, die Challenge ein bisschen länger laufen zu lassen. Ein halbes Jahr mindestens, damit man wenigstens mal wieder in Richtung normale Börsenzeiten kommt."

Ermutigt durch ihren Rat, entscheiden wir: Wir bleiben dran und machen ein halbes Jahr weiter mit der Aktienchallenge. Die einzige zusätzliche Regel: Die Zusammensetzung der Depots darf nicht verändert werden.

Aktien-Profi Chris-Oliver Schickentanz glaubt noch an den Erfolg seiner fünf Dax-Werte, zumindest weitgehend: "Hätten wir Corona vorausgeahnt. (…) Vielleicht noch mal zum Vergleich: Seit dem Ausbruch von Corona haben wir in unseren echten Portfolios über 20 Transaktionen durchgeführt. Hier sind wir ja auf die fünf Werte sozusagen beschränkt."

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6 weitere Monate, 2 Depots, 5 Aktien – die große ARD-Aktienchallenge geht in die Verlängerung. Natürlich wollen wir wissen, neutralisiert sich der Corona-Effekt und wer investiert am Ende besser? Das erleben wir in den nächsten sechs Monaten in der ARD-Aktienchallenge von boerse.ard.de und mex.

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Autor: Marcus Pfeiffer