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zum Video Eis-Boom – Wie Hessens Eisdielen und Supermärkte den Umsatz steigern

Hand mit Eisportionierer befüllt eine Waffel

So viele Eis-Sorten wie noch nie und so viel Umsatz wie nie. Es herrscht ein wahrer Eis-Boom in Hessen. Mex will wissen, wie Eisdielen und Supermärkte immer neue Eisrekorde brechen.

Mex besucht Langnese in Heppenheim. Die Maschinen laufen auf Hochtouren. Jeden Tag verlassen insgesamt 10,5 Millionen Liter Eis allein dieses Werk. Absatzmarkt Nummer 1 sind Discounter und Supermärkte. Bei Real in Wiesbaden stehen die Klassiker neben den trendy Eiscremes, wie Salted Caramel oder Marzipan. Längst mischen auch die klassischen Süßwarenhersteller mit. Der Markt und die Kunden, sagt Geschäftsleiter Andreas Mickert, haben sich verändert: „Eis ist heute nicht nur mehr ein Dessert. Es gibt viele Menschen, die Eis heute schon als Snack zwischendurch zu sich führen. Gerade in Richtung vegan glutenfrei und so weiter haben wir natürlich entsprechend auch für jeden Kunden das Produkt.“

Heidi Stadler ist im Markt für den Eisnachschub zuständig. Viel ist derzeit nicht mehr auf den Paletten im Lager. Also warten sie dringend auf die nächste Lieferung. In diesem Jahr gab es schon Engpässe. Das Geschäft mit dem Eis brummt. Zuwachsraten gibt es nicht nur bei Real:  

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Zwischen  2009 und 2017 war der Absatz relativ konstant. Um die 500 Millionen Liter. Dann im vergangenen Jahr der Anstieg hoch auf 584 Millionen Liter.

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„Etwas für die Umwelt tun“

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zum Video Eisdielen-Wetter - Was gutes Speiseeis kosten darf

Hand mit Eisportionierer befüllt eine Waffel
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Auch Eismacher Simone Bressan in Homberg Efze ist ein Gewinner des Sommers. Diesmal hat er seine neueste Eiskreation nach der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg benannt. Warum das? „Weil es alles aus regionalen, nachhaltigen Produkten besteht. Da ist Bio-Milch drin, Äpfel und Honig aus der Region. Bei uns heißt das Greta, weil wir die Leute daran erinnern wollen, regional zu kaufen und etwas für die Umwelt zu tun.“

Seit 35 Jahren verkauft die Familie hier in Homberg Efze ihr Eis. Und seit die Sommer so heiß sind, heißt das auch mehr Umsatz. 5 Prozent Plus jedes Jahr. Auch bei den Eismachern gehen mehr Kugeln an die Kunden.

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2014 verkauften die Eisdielen in Deutschland  noch 98 Millionen Liter. Im vergangenen Jahr waren es beachtliche 114 Millionen. Das sind 16 Prozent mehr.

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Bressan meint: „Vom Klimawandel habe ich wirtschaftlich profitiert. Auf der anderen Seite mache ich mir auch Gedanken über den Klimawandel, so ist es nicht. Ich sage nicht nur: Oh, jetzt verdiene ich Geld.“

Doch Vorsicht bei Eisdielen, hier droht Keim-Alarm. Die Lebensmittelüberwachung in Gießen hat aktuell in 19 Prozent, also jeder 5. Probe, Bakterien gefunden. Bei dem Boom bleibt offenbar zu wenig Zeit für saubere Eisportionierer.

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Das Mex-Fazit

Es gibt immer mehr Eis-Fans bei immer größerer Auswahl. Und die passenden Temperaturen gibt es im Moment noch obendrauf.

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Bericht: Barbara Berner