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zum Video Frag Glaeske - Sind unsere Medizinvorräte ausreichend?

Medikamentenschrank in einer Apotheke

Auch ohne Corona-Virus sind viele Arzneimittel derzeit kaum oder gar nicht in Hessens Apotheken erhältlich. Wird der Engpass jetzt noch gravierender? Wir fragen den Gesundheitsexperten Gerd Glaeske.

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Das "Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte" nennt derzeit Lieferengpässe bei 277 Medikamenten – darunter vor allem Blutdruck- oder Schmerzmittel, Antidepressiva und Antibiotika. Quelle: BfArM

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Doch mit der Ausbreitung von Corona nimmt der Lieferengpass womöglich zu. Aber was ist verantwortlich für diese Situation?

Erstens : die Produktion im Ausland

In Deutschland sind über 100.000 Arzneimittel zugelassen.  Problem: Sie werden nur von wenigen Pharmafirmen produziert, überwiegend  in Indien und China. Wegen der Corona-Pandemie steht hier die Arznei-Produktion aktuell still.

Zweitens: Rabattverträge

Der Trend im Ausland zu produzieren wird auch verstärkt durch Krankenkassen, die  Rabattverträge mit Herstellern haben. Sie leisten damit indirekt einen Beitrag zum  Lieferengpass.

Drittens: der Parallelhandel

Länder wie Großbritannien und Skandinavien kaufen in Deutschland verstärkt Arzneimittel ein, weil sie günstiger sind. Und die fehlen dann hier.

Gerade darum wird jetzt in der Corona-Krise die Frage dringlicher, wie man mit Medikamenten-Engpässen umgehen soll. Auch wenn nicht jeder Lieferengpass auch ein Versorgungsengpass ist.

Wie gut unsere Medizinvorräte gefüllt sind, erklärt der Experte Gerd Glaeske im Video.