Mann mit Kopfschmerzen

Sie gelten als neues Therapiekonzept: Anti-Migräne-Spritzen die vorbeugend wirken und die Qual erst gar nicht entstehen lassen. Was dahinter steckt und wem sie helfen, erklärt uns der Gesundheitsexperte Gerd Glaeske.

Katrin Lorenz leidet unter chronischer Migräne seit ihrem 14. Lebensjahr. Die Anfälle sind so heftig, bis hin zu Bewusstseinsstörungen: "Wenn ich Migräne habe, dass beeinträchtigt natürlich sehr stark mein Berufsleben, aber auch mein privates Leben. Ich bin oft nicht einsatzfähig, und das wirft natürlich immer wieder die eigenen Pläne durcheinander."

Und im Akutfall halfen  die Schmerzmittel oftmals nicht mehr.  Das war auch der  Grund, warum ihr Arzt ihr die Anti-Migräne-Spritze verordnete. Einmal im Monat muss sie sich vorbeugend spritzen. Welche Erfahrungen hat sie jetzt nach einem Jahr gemacht? "Vorher hatte  ich durchschnittlich 17 Tage Migräne pro Monat. Im Moment habe ich 11 Tage pro Monat. Die Attacken sind in der Regel deutlich kürzer und in der Regel nicht so stark."

Die Anti Migräne Spritzen gelten als neues Therapiekonzept. Das Medikament wirkt wie eine Art Blockade, damit der Schmerz überhaupt nicht entsteht. Katrin Lorenz verträgt das Medikament gut. Knapp 700 Euro kostet die Monatsdosis. Krankenkassen übernehmen inzwischen die Kosten, wenn auch nicht bei allen Patienten.

Im Video beantwortet Prof. Gerd Glaeske die Frage, ob die Spritze für allle Patienten   geeignet ist. Und wie sieht es mit Nebenwirkungen aus?