Die Nutzeroberfläche einer App, die Details zum Fahrprofil des Nutzers aufzeichnet.

Viele moderne Autos sind wahre Datenkraken. Sie speichern Angaben zum Fahrstil und übertragen sie an Versicherungen. Ob die Daten der gläsernen Autofahrer ausreichend geschützt sind, erklärt Sicherheitsexperte Sebastian Schreiber.

Wenn Bastian Jansen mit dem Auto fährt, dann ist er niemals allein. Seine Versicherung fährt immer mit. Eine kleine Würfelbox überträgt die Daten seiner Fahrt direkt an die Versicherung. Je besser und vernünftiger der 22-Jährige unterwegs ist, desto größer ist der Rabatt auf seine Prämie. Es zählen aber auch andere Kriterien: Macht der Versicherte eher Stadt- oder Überlandfahrten oder fährt er eher tagsüber oder nachts.

Versicherungen werben mit Ersparnis bei "Telematik-Tarif"

Die Mutter von Bastian hat den Versicherungsvertrag abgeschlossen. Sie ist selbst Maklerin, hatte den "Telematik-Tarif" aber nie im Blick. Erst als der eigene Sohn in die Versicherung eingeschlossen wurde, erkannte sie die Vorteile: eine Ersparnis von rund 20 bis 30 Prozent. Verbraucherschützer sagen allerdings: Manchmal lasse sich durch einen einfachen Tarifwechsel mehr Geld sparen. Bei "Telematik-Tarifen" zahlen die Kunden außerdem nicht nur mit Geld.

Fahrweise und Bewegungsprofile werden in einer App angezeigt

Auf der App der Versicherung kann der Kunde immer sehen, wie gut seine Fahrweise gerade bewertet wird. Aber auch ganze Bewegungsprofile sind zu finden. Bastian Janssen hat schon zu spüren bekommen, dass seine Daten die ganze Zeit abrufbar sind. Seine Eltern schauen regelmäßig, wie er gefahren ist.

Rabatte gegen Daten - das ist nicht für jeden etwas. Familie Janssen aber ist glücklich damit. Sie spart nicht nur durch den Rabatt, sondern es kommen auch viel weniger Strafzettel ins Haus.

Ob die Daten der Autofahrer gut geschützt sind, erklärt mex-Experte Sebastian Schreiber im Studiogespräch mit Claudia Schick.