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zum Video Frag Schreiber - Wie sicher ist die Tracking-App

Corona-Tracking-App

Die sogenannte Tracking-App gilt vielen Experten als taugliches Mittel, um die Corona-Krise besser in den Griff zu bekommen. Datenschützer haben Bedenken, auch Bürger wehren sich gegen diese Form der Überwachung. Ob der IT-Fachmann Sebastian Schreiber die App für sicher hält?

Während draußen das Leben leichter wird, geht es in Kliniken wegen der Pandemie noch immer um Leben und Tod. Gibt es neue Fälle, landen sie auch im Gesundheitsamt. Täglich telefonieren sie dort in kleinteiliger Detektivarbeit alle Kontakte ab. Eine Schnitzeljagd mit Telefon und Exceltabelle. Vieles ist mühsam und dauert lange.

Landrat Thorsten Wendt wünscht sich eine Corona-App oder zumindest eine einheitliche Software: "Das ist sicherlich gut vorstellbar, würde auch Arbeitsressourcen einsparen, aber es macht nur Sinn auf Landesebene das Ganze durchzuführen. Am Ende interessiert es die Menschen und das Virus nicht, ob da irgendwo eine Kreisgrenze ist."

In den vergangenen Wochen haben viele kleine Softwarefirmen an überregionalen Lösungen gearbeitet. Ihre Konzepte klingen verheißungsvoll. Auch die "Björn Steiger Stiftung" für Notfallmedizin wollte mit einem neuen System alle miteinander vernetzen. Das scheiterte unter anderem an strengen Datenschutzbestimmungen, zu viele sensible Informationen an zu zentralen Orten, heißt es auf unsere Anfrage.

Die Großen sollen es richten

Die Bundesregierung setzt auf die Großen. Der Softwareriese SAP und die Deutsche Telekom entwickeln derzeit eine App. Mitte Juni soll sie rauskommen. Bereits seit Anfang Mai gibt es die Datenspende-App vom Robert Koch-Institut (RKI). Sie sammelt Daten unter anderem aus Fitness-Trackern. Trotz der Kritik an den Datenschutzpraktiken: Die App des RKI haben in Deutschland inzwischen über 500.000 Nutzer herunter geladen.

Die Aufgabe ist komplex, die Herausforderung groß. Die Bevölkerung soll einerseits zum Datensammeln animiert, andererseits offizielle Stellen wie Gesundheitsämter einheitlich eingebunden werden. Das geht aber nicht einfach so über Nacht.

Im Video sehen sie die Einschätzung des IT-Sicherheitsexperten Sebastian Schreiber.