Datenklau

Video

zum Video Frag Schreiber - Unachtsamkeit mit Daten rächt sich

Orbit oder God so nannte sich der mutmaßliche Täter bei Twitter der persönliche Daten von Politikern und Prominenten veröffentlichte. Was es mit dem sogenannten Doxxing auf sich hat, erklärt uns Sebastian Schreiber.

In Fachkreisen spricht man dabei vom so genannten Doxxing. Martin Tschirsich ist IT-Sicherheitsexperte und beschäftigt sich seit längerem mit der Szene - er weiß, dass dies kein ganz neues Phänomen ist: „So lange es das Internet gibt und so lange Persönlichkeiten im Internet bloß gestellt werden können, so lange gibt es auch schon Doxxing.“

Weitere Informationen

Was ist Doxxing?

Beim Doxxing geht es um die Veröffentlichung von persönlichen Daten im Netz. Die Betroffenen sollen online vorgeführt werden. Außerdem wollen die Täter einen Missbrauch der Daten ermöglichen. Der Begriff leitet sich vom englischen Wort „docs“ (Dokumente) ab. Beim Doxxing werden möglichst viele private Informationen wie Kreditkartennummern, Scans von Ausweisdokumenten, vertrauliche Privatadressen oder Handynummern illegal abgefischt und dann online gestellt. (dpa)

Ende der weiteren Informationen
Videobeitrag
Zwei Hände (in Handschuhen) tippen vor einem Bildschirm auf eine Tastatur.

Video

zum Video Hacker-Angriff - Was die Attacke für uns bedeutet

Ende des Videobeitrags

Genau auf solche Unachtsamkeiten spekulieren die Täter. Ihre digitale Beute stellen sie anschließend anonym über verschiedene Online-Plattformen ins Netz. In den meisten Fällen lässt sich die reale Person hinter dem Pseudonym nicht ermitteln: „Man kann sich das vorstellen, wie ein Puzzlestück, wie eine fast schon manische Detektivarbeit, in dem alle Spuren, die wir im Netz hinterlassen, aufgesammelt werden, zusammengeführt werden plus zusätzlicher Datenlecks. Diese Daten werden gesammelt und zusammengeführt und auch genutzt, um auf weitere Daten zu schließen. Das geht über Monate oder Jahre.“

Ähnlich dürfte auch der 20 jährige Tatverdächtige aus Hessen vorgegangen sein. Vom heimischen Kinderzimmer aus, soll der Schüler Daten von rund 1000 Personen gesammelt haben. Die größte Gefahr droht erst noch: Sicherheitsexperte Tschirsich geht davon aus, dass sich das Phänomen des Doxxings in Zukunft noch verstärken wird, denn unsere digitale Datenspur die wir im Netz hinterlassen, wird immer länger

Im Video erklärt der IT-Sicherheitsexperte Sebastian Schreiber, wie man sich vor Doxxing schützen kann.