Plastik im Meer
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Das edle Meersalz „Fleur de Sel“ ist beliebt bei vielen Verbrauchern – obwohl es bis zu 40 Mal mehr kostet. Jetzt haben Forscher winzige Plastikpartikel darin gefunden. Wir wollen von Jürgen Stellpflug wissen: Heißt das Finger weg vom edlen Meersalz?

Fleur de Sel besteht aus feinen Kristallen die sich an der Wasseroberfläche des Meeres absetzen. Anders als normales Meersalz wird dieses Salz in der Regel von der obersten Wasserschicht von Hand abgeschöpft. Aber von der Meeresoberfläche kennen wir auch die Bilder von Plastiktüten und Plastikmüll. Können solche Teile später mit dem Meersalz wieder bei uns auf dem Teller landen?

Das wollen wir herausfinden und kaufen verschiedene Produkte ein. Ein Labortest liefert das erschreckende Ergebnis. Barbara Scholz Böttcher vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres der Universität Oldenburg meint dazu: „Es ist erst mal so, dass wir in sämtlichen Fleur de Sel-Proben Mikroplastik gefunden haben. Und wir haben vor allem Polyethylen und Polypropylen gefunden, typische Verpackungskunststoffe die durch Müll ins Meer kommen und durch verschiedene andere Quellen natürlich auch.“

Plastikmüll
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Schon unter einem einfachen Mikroskop, lassen sich einige Plastikteilchen erkennen. Für die Forscherin sind die Ergebnisse besorgniserregend: „Die Tatsache als solche lässt sich nicht von der Hand weisen, die ist bedenklich. Die Untersuchungen im Meersalz zeigen einfach, dass sich der Kreislauf schließt.“

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Im Video erklärt Öko-Test-Chefredakteur Jürgen Stellpflug, in welchen Lebensmitteln sonst noch Plastik drin sein könnte.