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zum Video Frag Tenhagen - Die Probleme mit Kombi-Leasing

Ein Auto leasen zum Handy-Vertrag?

Wer eine "All-Net-Flat" für das Handy bucht, bekommt für einen monatlichen Aufpreis ein Leasingauto dazu. Was von solchen Kombi-Angeboten zu halten ist, erklärt mex-Experte Hermann-Josef Tenhagen.

Leasing-Frust: Familie Pooch hat ein Auto bei Sixt für 30 Monate geleast. Nach zwölf Monaten trifft aufeinmal eine E-Mail ein. Der Familienvater erinnert sich aus dem Schreiben der Firma: "Wir hätten die Verlängerungsoption nicht gewählt und sollten den Wagen innerhalb von zwei Wochen zurückgeben. Wir sind davon ausgegangen, dass wir den Wagen für drei Jahre geleast haben.“

Auto mit Aufpreis zum Handy-Vertrag

Diese "Leasing-Flatrate für die Straße ist ein Angebot des Mobilfunkanbieters "1&1“ und "Sixt Leasing“ im Frühjahr 2017. Wer eine "All-Net-Flat" für das Handy bucht, bekommt für monatlich 99 Euro Aufpreis ein Leasingauto dazu. Kosten für Zulassung, Versicherung, KFZ-Steuer sind im Angebot enthalten. Das günstige Angebot gilt nur für ein Jahr. Kunden können aber die Leasingdauer für knapp 15 Euro Aufpreis pro Monat verlängern - so tat es auch die Familie Pooch. Was die Poochs übersehen haben: Sixt verlangt, dass Kunden die längere Laufzeit aktivieren müssen - allerdings per E-Mail.

Aktivierungs-E-Mail für Leasingverträge unüblich

Aber warum hat Sixt die Kunden vor Ablauf der zwölf Monate nicht vorsorglich informiert? Vor allem solche, die die längere Laufzeit ausgewählt, aber nicht per E-Mail bestätigt hatten? Wir fragen bei Sixt nach. Das Unternehmen antwortet: "Ein Kunde, der das Fahrzeug 30 Monate lang fahren möchte, hätte die Möglichkeit gehabt, unverzüglich oder jederzeit bis zum Ende der regulären Vertragslaufzeit von zwölf Monaten die entsprechende Aktivierungs-E-Mail zu schreiben."

Was von Kombi-Angeboten wie "Handy plus Auto-Leasing“ zu halten ist, erklärt mex-Experte Hermann-Josef Tenhagen im Studio.