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zum Video Frag Tenhagen - was Urlauber nach der Thomas Cook-Pleite tun können

Flugzeug des Reiseveranstalters Thomas Cook auf dem Vorfeld des Flughafens Frankfurt

Viele Hessen sind derzeit mit der deutschen Thomas Cook unterwegs. Das Unternehmen hat Insolvenz angemeldet - und viele Urlauber bleiben auf der Strecke. Was Kunden jetzt tun können, erklärt mex-Experterte Hermann Josef Tenhagen.

Nichts fliegt mehr. Rund 140.000 Urlauber sind gestrandet

Für viele Thomas Cook Kunden in Hessen ging am Frankfurter Flughafen alles schief: Erst die Enttäuschung über den geplatzten Urlaub, dann die Verärgerung über ausbleibende Informationen. Rund 140.000 Urlauber sind nach Unternehmensangaben zurzeit mit der deutschen Thomas Cook unterwegs. Zum Konzern zählen auch Marken wie Neckermann, Öger Tours, Bucher Reisen und Air Marin - und alle haben den Verkauf von Reisen gestoppt.

Thomas Cook Mitarbeiter wissen selbst nicht, wie es weitergeht

Kunde Robert Niess hat genug von der Unsicherheit und geht zur Zentrale von Thomas Cook nach Oberursel. Er will wissen, wie es um seine Pauschalreise im November in die Türkei steht. Aber viel schlauer ist Robert Niess dort nicht geworden. Die Mitarbeiter wissen selbst nicht, wie es weitergeht.

Wer schon an seinem Urlaubsort ist, steht noch vor viel größeren Herausforderungen. Die schlechten Nachrichten aus der Heimat haben beispielweise deutsche Urlauber in Mallorca völlig überrascht. Sie wissen nicht mehr, wie es weitergeht. Manche wurden aus ihrem Hotel kurzerhand ausgesperrt. 

Ratlosigkeit am Urlaubsort

Auch am Flughafen von Palma herrscht Ratlosigkeit. Das befürchtete Chaos bleibt zwar aus, doch der Ärger der Urlauber ist trotzdem groß. Haben sich doch viele von ihnen ganz bewusst für einen renommierten Anbieter des Thomas Cook-Konzerns entschieden - und nicht für einen Billig-Anbieter.

Manche Urlauber hat es sogar noch härter getroffen. So beschreibt Detlelf Ortmann das Chaos auf Mallorca:" Wir kamen vom Ausflug zurück und kamen nicht mehr auf unsere Zimmer. Die Zimmerkarten funktionierten nicht mehr. Wir sind dann zur Rezeption und die wollten von uns 1.540 Euro haben, für die zehn Tage, die wir gebucht hatten. Wo sollten wir eben einmal 1.540 Euro hernehmen". Da ist guter Rat dringend gefragt.

Was die betroffenen Urlauber unternehmen können, und auf was dabei zu achten ist, erklärt Finanzexperte Hermann Josef Tenhagen im Studiogespräch mit Moderatorin Claudia Schick.