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zum Video Frag Tenhagen - Was Kurzarbeit für Arbeitnehmer bedeutet

Kurzarbeit

Viele hessische Unternehmen stellen wegen der Pandemie um auf Kurzarbeit. Das bedeutet eine erhöhte Unsicherheit für die Arbeitnehmer und am Monatsende könnte es knapp werden. Was Arbeitnehmer tun können, erklärt "Finanztip"-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen.

Therapiezentrum Emler: Was wir hier Ende März in Wetzlar miterleben, passierte so ähnlich in mehr als 60.000 hessischen  Firmen in den vergangenen Wochen: Mitarbeitertreffen zum Thema Kurzarbeit. 40 Mal mehr hessische Unternehmen als während der Finanzkrise sind betroffen. Und so informiert Firmen-Chef Thomas Emler über die Anmeldung zur Kurzarbeit: "Ich habe das frühzeitig gemacht, da war ich auch sehr, sehr froh drum, weil ich noch jemanden hatte. Auch am Telefon, der mich ein bisschen beraten konnte, der das mit mir auch gemacht hat. Aber es kommen jetzt wieder Fragen auf."

Im Detail ist Kurzarbeit kompliziert, das Prinzip allerdings ist einfach:

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Wer gar nicht mehr arbeitet, bekommt 60 Prozent des Nettolohns ersetzt. Mit Kindern im Haushalt sind es 67 Prozent. 

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In jedem Fall schrumpft das Einkommen. Also lieber gleich mal mit dem Sparen anfangen, denkt sich Hendrik Budde. Nur so einfach wird das nicht: "So ganz viel zum Sparen gibt's eigentlich gar nicht. Was also machen? Natürlich weniger draußen unternehmen, die Kinder irgendwie zuhause bespaßen, im eigenen Garten. Wegfahren ist eh nicht. Die laufenden Kosten sind ja da."  

Gemeinsam eine Lösung finden

Problem Nummer zwei ist die Ungewissheit über das genaue Einkommen. Wer zum Beispiel noch 20 Stunden in der Woche arbeiten kann, bekommt diese 20 Stunden vom Chef bezahlt; die anderen 20 Stunden ersetzt das Kurzarbeitergeld - aber eben nur zum Teil. Da will Praxis-Gründer Thomas Emler im Fall der Fälle einspringen: "Ich habe mit jedem einzelnen gesprochen. Und es war mir wichtig, ein Zeichen zu setzen und zu sagen, wenn irgendwo was eng wird, dann bitte zu mir kommen. Wir finden da auch gemeinsam eine Lösung, auf jeden Fall."

Vor kurzem sind wir wieder ins Therapiezentrum gefahren. Dort findet die Team-Besprechung inzwischen sogar in zwei getrennten Räumen statt, per Skype verbunden. Und Hendrik Budde ist mittlerweile klar geworden: Womöglich braucht er weitere Hilfe, um das finanzielle Loch am Monatsende durch die Kurzarbeit zu stopfen: "Wir haben versucht, mit staatlicher Unterstützung zu arbeiten: Mit Wohngeld, mit Kinderzuschüssen oder mit Bildungs- und Teilhabezuschüssen." Die Anträge seien gestellt.  

Vorbereitung auf unsichere Zeiten. Am Monatsende ist für alle Hessen in Kurzarbeit schon mal klar, wie viel Geld genau auf dem Konto fehlt.   

Im Video erklärt der Finanzexperte Hermann-Josef Tenhagen, was zu tun ist, wenn durch Kurzarbeit weniger Geld auf dem Konto eingeht.