Video

zum Video Frag Tenhagen - Wann sind Benzinpreise günstig?

tanken

Ständig ändern sich die Spritpreise. Wann ist Benzin günstig? Gibt es noch den besten Tank-Tag? Mex beobachtet Tankstellen und fragt den Finanzexperten Hermann-Josef Tenhagen um Rat.

Unsere Preisrecherche zeigt: Den günstigen Tank-Tag gibt es nicht mehr, stattdessen tägliche Berg- und Talfahrten. Wir treffen den Entwickler der Tank-Preis-App „Clever-tanken“, Steffen Bock. Für uns hat er die Preissprünge der vergangenen Jahre verglichen - mit verblüffendem Ergebnis. Nehmen wir das Beispiel Aral: "Wir haben 2016 acht Preisbewegungen gehabt an einem Tag. Drei Jahre später sind es an der gleichen Station 17 Preisbewegungen. Die Anzahl der Preisbewegungen hat sich verdoppelt. Für mich deutet es darauf hin, dass sich die Systeme einfach weiter optimieren und auch neue Preisstrategien ausprobiert werden, dass vielleicht auch Computer auf Computer reagieren."

Weitere Informationen

Bei der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe findet sich eine Übersicht über zugelassene Verbraucher-Informationsdienste und ihren angebotenen Apps.

Ende der weiteren Informationen

Was soll das ganze Auf und Ab, wollen wir vom Mineralölverband wissen. Der Pressesprecher Alexander von Gersdorff schiebt die Schuld auf die Transparenz. Preise können heutzutage viel schneller verglichen werden: "Das führt dazu, dass die Preisübersicht für alle Beteiligten, sowohl für die Anbieter, als auch für die Kunden über ihre Apps größer geworden ist. Und in diesem harten Wettbewerb sucht jede Tankstelle danach: wo ist ihr perfekter Preis, sodass sie die meisten Autofahrer an ihre Tankstelle locken kann. Und das führt zu dieser höheren Zahl an Preisschwankungen im Tagesverlauf."

Verwirrung mit Methode?

Herbert Rabl vom Tankstellenverband vertritt 1.400 Tankstellenpächter. Er kritisiert die ständigen Änderungen, oft ausgelöst von den großen Mineralölgesellschaften. Die Pächter vor Ort wissen weder wann noch warum sich Preise ändern: "Bei den Tankstellenpächtern ist es so, dass die Tankstellenpächter genauso überrascht sind wie die Verbraucher, wenn die Preise irgendwelche Sprünge machen. Weil sie selber überhaupt keinen Einfluss darauf haben. Der Pächter kann das nicht erklären, weil er die Preispolitik nicht kennt und nicht weiß, warum diese Sprünge stattfinden. Er ist auch ein bisschen unwissend und verärgert."

Weitere Informationen

Unter boerse.ard.de finden Sie interessante Grafiken zum Spritpreis. Hier wird auch erklärt, warum der Ölmarkt allein noch keinen Benzinpreis macht.

Ende der weiteren Informationen

Pächter verdienen außerdem nicht am höheren Preis, sondern an der verkauften Menge. Die Mineralölkonzerne zahlen ihnen eine Provision von 1 bis 2 Cent pro Liter, egal wie hoch der Verkaufspreis an der Zapfsäule ist.

Was bleibt sind Preise, die sich so oft ändern, bis der Kunde vollkommen verwirrt ist,  keine Lust mehr auf Vergleiche hat, und im Zweifel den höheren Spritpreis zahlt.

Im beigefügten Video erklärt "Finanztip"-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen, wie man als Verbraucher den Überblick behalten kann.