Personen halten ein Sparschwein in der Hand

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zum Video Frag Tenhagen – Was tun, wenn Banken Prämiensparverträge kündigen?

Viele Sparkassen haben zuletzt verstärkt Prämiensparverträge ihrer Kunden vorzeitig gekündigt. Die Banken rechtfertigen das mit der Situation an den Kapitalmärkten. Ob man sich dagegen wehren kann, weiß Finanztip-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen.

Hintergrund ist die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Verbraucherschützer finden diese Begründung der Sparkassen unpassend. Andrea Heyer, Referatsleiterin Finanzdienstleistungen - Verbraucherzentrale Sachsen, sagt: „Die Sparkassen begründen regelmäßig ihre Kündigungen mit der Niedrigzinsphase, aber eine detaillierte wirtschaftliche Belegung dafür haben wir bisher in den Verfahren noch nicht kennengelernt.“ Einige Sparkassen haben sogar Verträge vorzeitig gekündigt, obwohl in denen explizit eine Vertragsdauer vereinbart wurde.

Hier ein besonders kurioses Beispiel mit einer Laufzeit von 1.188 Monaten. Das entspricht 99 Jahren. So steht es auch in der angefügten Prämientabelle. In dem Fall argumentierte die Sparkasse, diese Laufzeit habe man nur aus EDV-technischen Gründen in den Vertrag geschrieben. as zuständige Amtsgericht fand diese Argumentation nicht überzeugend – und entschied, dass die Kündigung in diesem Fall unwirksam sei.

Was die Situation für Kunden unterm Strich schwierig macht: Die Prämienspar-Verträge unterscheiden sich von Sparkasse zu Sparkasse. Und so entscheiden die Gerichte im Zweifelsfall unterschiedlich.

Was man tun sollte, wenn die Sparkasse einen Prämiensparvertrag kündigt, erfahren wir vom „Finanztip“-Chefredakteur  Hermann-Josef Tenhagen.