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zum Video Frag Valet - Warum explodieren die Gemüsepreise?

Frau steht vor Gemüseregal im Supermarkt. Das Gemüse ist in Plastik verpackt.

In den Obst- und Gemüseabteilungen der Supermärkte schießen die Preise nach oben. Im Vergleich zum Frühjahr vergangenen Jahres sind das Preissteigerungen von mehr als 100 Prozent. Ob das gerechtfertigt ist, fragen wir den Verbraucherexperten Armin Valet.

Man staunt über diese Preise:

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  • Das Kilo Paprika für 6,99 Euro
  • 4,49 Euro das Kilo Weintrauben
  • Das Kilo Orangen 3,49 Euro
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Wir fragen direkt bei den Erzeugern auf einem Wochenmarkt nach. Auch hier sind die Preise auf einem Rekordniveau: Alles nur wegen Corona? Ja, sagt Landwirt Bernd Rück: "Wir haben keine Erntehelfer. Es kommen überall zu wenig Leute und wenn keiner da ist der erntet oder keiner da ist der das rüberfahren kann und vielleicht auch noch ein oder zwei Tage an der Grenze warten muss, dann kommt halt weniger rein. Dann ist es halt knapp und wenn keine Ware da ist, dann ist sie teuer."

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Im vergangenen Jahr kostete das Kilo Weintrauben durchschnittlich 2,62 Euro. Jetzt sind es 3,37 Euro, ein Plus von 29 Prozent. Im vergangenen Jahr kostete das Kilo Paprika 2,79 Euro, jetzt sind es im Schnitt 4,08 Euro, also 46 Prozent mehr. Spitzenreiter aber ist Brokkoli: Von 2,13 Euro im Frühjahr vergangenen Jahres klettert der Preis jetzt auf durchschnittlich 3,32 Euro, eine Preissteigerung von 56 Prozent.

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Wann kommt der Markt ins Gleichgewicht?

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zum Video Selbstversorger – Warum eigener Gemüseanbau voll im Trend ist

Ein Mädchen pflückt Tomaten.
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Doch die Käufer akzeptieren die Preise. Sie wissen, woher die Steigerungen kommen und, dass sich keiner die Taschen damit füllt, wie eine kurze Mex-Umfrage zeigt.

Und wie sieht der Ausblick aus? Wir fahren dorthin, wo die Saat für die nächste Ernte gelegt wird und besuchen Landwirtin Simone Hofmann in Wölfersheim. Wegen zu hoher Auflagen konnte keiner ihrer 30 Mitarbeiter aus Rumänien kommen. Die Folge: Radieschen, Lauchzwiebeln, Tomaten, das alles fliegt mehr oder weniger komplett aus ihrem Sortiment: "Das wird ein spannendes Jahr, es wird ein sehr eingeschränktes Sortiment, es wird nicht immer alles in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, und dann wird es auch teurer werden. Das ist ganz klar."

Bei Obst und Gemüse wird es wohl bis ins kommende Jahr dauern, bis der Markt wieder ins Gleichgewicht kommt.

Im beigefügten Video erklärt der Verbraucherexperte Armin Valet, bis wohin Preissteigerungen erklärbar sind und wo Geldmacherei anfängt.