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Naschen ohne Reue - Schokolade

Wir vergöttern sie und verteufeln sie. Wir essen sie im Winter, im Sommer, morgens, mittags, abends: Schokolade ist der Süßigkeitenklassiker. Ob Schokolade immer ungesund ist, erklärt uns der Verbraucherexperte Armin Valet.

Durchschnittlich 10 Kilogramm Schokolade gönnt sich jeder Deutsche im Jahr. Diese Zahlen kennt auch Kerstin Kriese. Sie betreibt eine Schokoladenmanufaktur. Süßes Problem: Die Auswahl ist riesig, eine Entscheidung schwer. Denn jeder von uns hat so seine Lieblingssorte Schokolade!

Auch weiße Schokolade ist sehr beliebt, doch Ernährungswissenschaftlerin Susanne Büscher sagt: Streng genommen sei die weiße Schokolade gar keine Schokolade, weil von dem Kakaobestandteil nur die helle, gelbliche Kakaobutter mit einfließe. "Aber alles das, was Schokolade eigentlich ausmacht, diese dunkle Geschmacksexplosion ist das, was da nicht reinkommt."

Der Grund für diese dunkle Geschmacksexplosion ist die Kakaobohne. Das Herzstück der Schokolade. Diese unscheinbare Bohne ist also verantwortlich für Farbe, Geschmack und all die Mythen, die sich um die Schokolade ranken. Allerdings ist Schokolade nicht gleich Schokolade. Kriese erklärt: „Wenn man beispielsweise auf die Zutatenliste schaut, wenn hinten drauf Aromen stehen – die gehören nicht in Schokolade. Oder wenn Fettersatze aufgeführt sind, die gehören einfach nicht rein. Kakaomasse, Kakaobutter, Zucker vielleicht noch Vanille, aber das war es."

Lieber Hochprozentiges

Mit zunehmendem Alter ändern sich auch die Vorlieben bei der Schokolade. Je älter, desto dunkler und hochprozentiger, weiß Kriese: "Kakao zählt zu den Superfoods. Kakao hat mehr Eisen als Fleisch, hat unglaublich viel Calcium, Magnesium, unheimlich viele Vitamine, Antioxidantien. Also wer Lust hat, sich wirklich gesund mit Schoko zu versorgen, der sollte möglichst hochprozentige Schokolade essen."

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Schokolade
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Es bleibt noch eine Frage für den perfekten Genuss: Wenn Schokolade einen weißen Belag hat, bedeutet das dann, dass sie nicht mehr gut ist? Kerstin Kriese, Chocolatier, antwortet: "Temperaturen ab 30 Grad sind nicht mehr gut, dann tritt einfach die Kakaobutter aus und sie bekommt diesen typischen Fettreif, was dann auch nicht mehr so schön ist zum Essen. Sie ist dann nicht schlecht, aber die Qualität lässt einfach nach."

Trotzdem kann man diese Schokolade ohne Bedenken ganz prima zum Kuchenbacken verwenden.

Im Video gibt der Verbraucherexperte Armin Valet Tipps für den richtigen Schoko-Genuss.