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zum Video Frag Valet – Was unter der Bemalung der Ostereier steckt

Eier gehören bei vielen auf den Speisezettel - nicht nur zu Ostern. Wo aber kommen die bunten Eier her? Was unterscheidet denn diese bunten Eier von herkömmlichen Eiern? Wir fragen nach beim Verbraucherexperten Armin Valet.

Wir erklären zunächst, was der Stempel auf den Eiern bedeutet:  

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Die erste Ziffer nennt die Haltung. Auch das Herkunftsland zeigt der Stempel. Eier mit einer „3“ werden nur noch selten verkauft – die steht für Käfighaltung. Lebebatterien sind seit 2012 EU-weit verboten. Die „2“ steht für Bodenhaltung. Hier verbringen die Tiere ihr Leben in großen Hallen, können aber nie raus an die frische Luft. Die "1" kennzeichnet Freilandhaltung: Die Tiere leben zwar in Hallen, sie haben aber die Möglichkeit, sich auch im Freien zu bewegen. Die "0" steht für "Bio", das heißt: aus ökologischer Erzeugung.

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Susanne Umbach von der Verbraucherzentrale kennt sich mit Bio-Eiern bestens aus. Seit 20 Jahren setzt sie sich mit Ernährungsthemen auseinander: „Für Bio-Legehennen gibt es die Obergrenze von sechs Tieren pro Quadratmeter und pro Tier auch noch vier Quadratmeter Auslauf. Die EU-Öko-Verordnung legt außerdem fest, dass 3.000 Tiere in einem Stall leben dürfen.“

Eier von glücklichen Hühnern wollen viele essen. Wir besuchen einen Biohof, der seine Tiere in einem „Hühner-Mobil“ hält. Alle paar Wochen werden die Tiere zu einer neuen Auslaufstelle gezogen. Der Clou: In diesem Mobil leben etwa 300 Hennen. Kaufen kann man die Eier sogar rund um die Uhr – in einem Automaten. Die 10er-Packung kostet zwischen 4 und 5 Euro, je nach Größe.

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Doch es gibt auch andere Bio-Betriebe. Eines unserer Beispiele hat rund 34.000 Hennen, sie legen 25.000 Bio-Eier. In einem Stall leben maximal 3.000 Tiere, so wie es die EU-Öko-Verordnung erlaubt. Umbach erzählt: „Laut der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz haben Verbraucher eine ländliche Idylle im Kopf, die mit der Realität in den seltensten Fällen übereinstimmt. Es gibt teilweise sehr große Betriebe, auch im Bio-Bereich. Entscheidend ist, wie professionell das Management handelt und wie sehr der Fokus auf der Gesundheit der Tiere liegt.“

Ideal ist eine Kombination aus regional und Bio

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zum Video Wofür steht der Code auf dem Ei?

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Die Höfe werden regelmäßig von Tierärzten und Lebensmittelkontrolleuren besucht. Dabei geht es um die Gesundheit der Tiere, ihre Fütterung, den Zustand des Stalls und das Platzangebot. Wie häufig kontrolliert wird, hängt von der Risikobewertung für den Betrieb ab. Das bedeutet für Verbraucher: Nicht immer landet das Beste im Wagen, auch bei Eiern.

KAT - dieses Siegel tragen manche Eierkartons. Es steht für "kontrollierte alternative Tierhaltung". Auf der Internetseite "www.was-steht-auf-dem-ei.de" kann man über den Erzeugercode etwas mehr über den Betrieb erfahren.

Die Expertin der Verbraucherzentrale stellt fest: „Eine große Transparenz hat man, wenn man bei einem regionalen Bauern einkauft. Dann hat man vielleicht hat die Möglichkeit, sich den Betrieb anzuschauen und bekommt so einen Einblick davon, wie die Tiere dort leben. Ideal ist eine Kombination aus regional und Bio.“

Der Stempel auf dem Ei gibt zwar eine erste Orientierung über die Herkunft, sagt aber nichts über die tatsächliche Haltung aus. Jetzt zu Ostern gerade bei bunten Eiern ein wichtiger Punkt…oder?

Im Video erklärt der Ernährungsexperte der Verbraucherzentrale, Armin Valet, wie man prüft, wie frisch die bunten Eier sind und woher sie stammen.