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Milchalternativen

Kuhmilch war gestern! Nummer eins unter den Milchalternativen ist der Haferdrink, der er gilt als besonders nachhaltig. Mex zeigt, wie der Markt mit Milchalternativen immer weiter wächst und welches Produkt wirklich die beste Klimabilanz hat.

Mex besucht Ina Brühl-Maihöfer aus Frankfurt. Sie hat umgestellt. In ihren Cappuccino kommt keine Kuhmilch mehr, sondern ein Ersatzprodukt: "Ich persönlich liebe die Mandelmilch, weil die mir vom Geschmack her am ähnlichsten ist zu Kuhmilch. Für den Kaffee nehmen wir Hafermilch, denn die schäumt einfach schöner auf und dann hat man so den echten Cappuccinoeffekt. Und Sojamilch je nachdem wenn es in Rezepten drin steht, dann nehmen wir die auch."

Ein Blick in ihren Kühlschrank zeigt die Vielfalt. Neben der herkömmlichen Sahne steht bei ihr auch pflanzliche Creme-Fraiche und neben dem pflanzlichen Frischkäse der Parmesan aus Kuhmilch. Für ihre Zimtschnecken hat sie keine tierische Milch verwendet. Stattdessen backt sie mit der Alternative aus Mandeln.

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Seit den 90er Jahren sinkt der Konsum von Kuhmilch. Trotzdem wird sie mit 3,3 Milliarden Litern pro Jahr immer noch deutlich mehr verkauft, als die Milchalternativen mit 177 Millionen Litern. Aber die Ersatzprodukte holen in großem Tempo auf. So ist der Absatz von Milchalternativen 2019 um ganze 25 Prozent gestiegen. Allein von Haferdrinks wurden 2018 34 Milllionen Liter verkauft.

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Soja-Drinks sind gar nicht so gesund. Viele Produkte enthalten Schadstoffe.
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Kein Wunder, dass sich Marken wie Provamel, Alpro oder Oatly darauf spezialisieren und Absatzrekorde erzielen. Mittlerweile bieten aber auch alteingesessene Firmen, wie Kölln, Milchalternativen an. Und sogar Eigenmarken von Supermärkten und Discountern ziehen nach.

Mandelmilch, der Umwelt zuliebe

Aber warum greifen immer mehr zu den Milchalternativen für Kaffee & Co? Stimmt es denn, dass die Alternativen umweltfreundlicher sind? Das wollen wir genau wissen und fragen nach bei Expertin Melanie Speck vom Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Energie. Sie beschäftigt sich seit rund 15 Jahren mit nachhaltiger Ernährung: Sowohl Sojamilch als auch Mandelmilch also Hafermilch und Reismilch sind zu einem Drittel besser, ökologisch gesehen. Sie haben einen besseren CO2 Fußabdruck, sie haben einen besseren Landverbrauch und auch einen besseren Wasser-Fußabdruck.

Normale Milch schneidet zum Beispiel bei den CO2-Emissionen am schlechtesten ab. Alle Pflanzendrinks haben hier eine bessere Ökobilanz. Hafer liegt mit 0,6 kg pro Liter ganz klar vorne. Dicht gefolgt von Mandel-, Soja- und Reisdrink.

Hafermilch hat die beste Umweltbilanz

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Auch beim Wasserverbrauch schneidet die Kuhmilch mit 248 l pro Liter Milch nicht gut ab. Doch Mandel und Reis verbrauchen noch deutlich mehr Wasser. Soja und Hafer sind in diesem Punkt am ökologischsten. Insgesamt ist der Hafer tatsächlich am nachhaltigsten.

Übrigens auch, wenn er nicht aus Deutschland kommt, weiß Speck: Es geht nicht so relevant um die Transportwege, sondern ich würde eher an die soziale Nachhaltigkeit appellieren und eben an die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten. In Bezug auf Arbeitsplatzsicherheit in der Landwirtschaft ist es natürlich immer vorteilhaft da auch Produkte zu nutzen, die eben aus Nachbarländern beziehungsweise aus Deutschland kommen."

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Das Mex-Fazit:

Immer mehr Menschen trinken Milch-Ersatzprodukte. Und dabei greift man am besten zum Haferdrink, denn der hat die beste Ökobilanz.

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Autorin: Naïma Kunze