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zum Video Jenseits der AWO - So wichtig sind Sozialverbände

Bedürftige stehen bei der Offenbacher Tafel an.

Feuerwehr oder Sportverein, Flüchtlingshilfe oder Lebensmittelausgabe bei der Tafel. Es sind sehr viele, die sich ehrenamtlich engagieren, jeder dritte Hesse mittlerweile. Aber es können nie genug sein.

Wir haben uns bei der in Frankfurt umgesehen. Hier hilft man Wohnungslosen und Abhängigen bei medizinischen Problemen. Die Allgemeinmedizinerin Dr. Maria Goetzens sagt: "Wenn wir kein Ehrenamt hätten, keine Kollegen und Kolleginnen die mit uns schaffen, dann könnten wir bestimmt auch fünf Tage Dienst in der Woche anbieten. Aber wir könnten bestimmt nur die Hälfte von dem schaffen was wir jetzt in der Pflege im ärztlichen Dienst, im zahnärztlichen Dienst tun."

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Allein 20 ehrenamtliche Zahnärzte sind in der Ambulanz tätig, dazu kommen neben den festen Ärzten nochmal um die 15 Ehrenamtliche, Krankenschwestern, Hauswirtschafter und andere.

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Rund 16 Millionen Deutsche arbeiten ehrenamtlich bei einer Organisation, Initiative oder einem Verein in den Bereichen Sport, Bildung, Kirche, Naturschutz oder Gesundheit. Ehrenamtliche arbeiten freiwillig und unentgeltlich. Die über 65-Jährigen arbeiten zwölf Stunden, die 14-64-Jährigen acht bis zehn Stunden pro Monat.

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Krankenschwester Ulrike Schwantje ist auch für die Caritas aktiv, sie hilft einmal wöchentlich in der Ambulanz bei Pflege und Kontrolle. Den festen Job im Krankenhaus hat sie aufgrund des Stresses aufgegeben: "Ich habe einfach das gute Gefühl, und das hatte ich längere Zeit im Krankenhaus nicht, ich habe was Gescheites gemacht. Ich habe etwas gemacht, was den Menschen etwas bringt, die es bekommen - und auch für mich so eine Zufriedenheit."

"Man kommt gerne"

Auch Zahnärztin Ana Pavlovic opfert einmal im Monat ihre freie Zeit, ansonsten arbeitet die 31-jährige in einer Praxis in Oberursel: "Ich denke, dass es uns hier in Deutschland sehr gut geht, dass wir alle ein Stückchen dazu beitragen können, dass wir Leute unterstützen, die nicht so privilegiert sind. Deshalb investiere ich die Zeit gern." Die Bezahlung steht dann eben nicht auf dem Kontoauszug, sie kommt von Herzen: "Die Dankbarkeit, die man von den Patienten zurückbekommt, auch untereinander unter den Kollegen - man kommt gerne hierher, es macht Spaß."

Der größte Wohlfahrtsverband ist mit Abstand die Diakonie mit über 2500 Einrichtungen in Deutschland. Dahinter kommen:

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  • die Caritas mit rund 1.700 Einrichtungen
  • das Deutsche Rote Kreuz mit rund 1.600 Einrichtungen
  • die Arbeiter Wohlfahrt (AWO) mit rund 1.700 Einrichtungen
  • der Arbeiter Samariter Bund mit rund 600 Einrichtungen
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Ambulanz-Leiterin Maria Goetzens ist froh, wenn sich neue Mitarbeiter in ihrer Einrichtung melden, denn die Arbeit wird nicht weniger: "Wir freuen uns über Fachkräfte, die hier mitarbeiten wollen, die mit reinschnuppern, und die hoffentlich auch einen sinnerfüllten Dienst hier tun können." 

Jeder kann etwas tun. Einfach mal im Internet  bei der "Ehrenamtssuchmaschine Hessen" vorbeischauen. Angebote gibt es hier zuhauf.