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zum Video Lebensmittel-Ampel – was auch beim Fleisch gehen müsste

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Fleisch ist bei den Hessen beliebt. Umso mehr wollen die Verbraucher wissen, was drin steckt. Das ginge einfach mit einem Siegel. mex will wissen, warum es noch kein verständliches Fleisch-Label gibt.

Die Lebensmittelampel kommt

Die Lebensmittelampel, der sogenannte "Nutri-Score“, soll bald Hessens Verbrauchern helfen gesünder einzukaufen. Die farbliche Kennzeichnung ist einfach zu verstehen: dunkelgrün steht für "besonders nahrhaft“, rot für "zu viel Fett und Zucker“. Doch warum gibt es so ein einfaches und verständliches Label nicht für Fleisch?

Es gibt zu viele, unterschiedliche Siegel

Das "Halteform“-Label klebt seit April dieses Jahres auf Fleischpackungen von Aldi, Lidl oder Rewe. Das Label soll zeigen, wie Tiere vor dem Schlachten gehalten wurden. Viele Supermärkte haben in der Vergangenheit eigene Fleisch-Label entwickelt. Seit April gibt es das Halteform-Siegel und bald will Agrarministerin Klöckner ein weiteres Fleisch-Siegel präsentieren.

mex trifft Agrarökonom Felix Prinz zu Löwenstein. Er sagt, das es zu viele, unterschiedliche Siegel gibt, die für Verbraucher verwirrend sind: "Wenn man will, dass das Tierwoh-Label dem Verbraucher die Entscheidung in die Hand gibt, mit seinem Einkauf mehr Tierwohl zu bewirken, dann muss es an dem orientiert sein, was die Verbraucher kennen: also 0, 1, 2, 3 - wie das bei den Eiern ist." Genau diese Klassifizierung gibt es bei Eiern bereits seit dem Jahr 2005. Die Kennzeichnung ist klar verständlich und EU-weit verpflichtend.

Wie funktioniert ein klar verständliches Label für Fleisch?

Wir nehmen das Beste von den Eiern und der Lebensmittelampel. Wir kombinieren die Eier-Kennzeichnung mit den Nutri Score-Farben zum mex-Fleischlabel. 0 steht dabei für Bio-Qualität. Die 1 für Weide- und Freilandhaltung, die 2 für Stallhaltung mit genug Platz und mehr Stroh. Die 3 für normale Stallhaltung - so wie das bei vielen Schlachtbetrieben der Fall ist. Die Farbe dunkelgrün steht für "absolut unbedenklich" bis rot für "bedenklich".

Für Agrarökonom Felix Prinz zu Löwenstein ist unser Fleisch-Label der richtige Ansatz: "Das sind klare Angaben, die natürlich hinterlegt werden müssen: Quadratmeterzahlen, ob die Tiere auf Vollspalten gehalten werden dürfen oder nicht, aber das kann sich jeder vorstellen. Jeder kann sich informieren, was genau dahinter steht und seine Einkaufsentscheidung entsprechend gestalten."

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Das mex-Fazit

Es kann so einfach sein: Die richtige Kombination aus Zahlen und Farben ergibt ein verständliches Label. Und das scheint der Wunsch vieler Hessen beim Fleischeinkauf zu sein.

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Ein Beitrag von Holger Barthel