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Seifenstück

Sie ist wieder da. Bunt und schrill, duftet nach Erdbeere, Lavendel oder Zitrone. Die Seife erlebt ein kleines Comeback. Das merken auch die Händler an den Verkaufszahlen. Mex zeigt, wie die Seife wieder den Markt erobert.

Mex besucht in Homberg Ohm die Seifenmanufaktur von Alexandra Glatthaar. Dass Seife nicht erst seit Corona beliebt ist, merken wir bei ihr. Seit 2005 stellt sie hier Seifen her: "Unsere Kundschaft ist bunt gemischt, von kleinen Kindern angefangen, die Seifenfan sind.  Ich will jetzt keine Altersgrenze nennen. Die gibt es für uns hier nicht. Also egal, ob Männer oder Frauen, Kinder, Erwachsene, ältere Menschen. Jedes Alter – und vor allem immer mehr Menschen nutzen Seife." Diesen Trend erlebt Alexandra Glatthaar gleich zu Beginn ihres Geschäfts mit.

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So betrug der Gesamt-Umsatz mit Seifen in Deutschland 2009 220 Millionen Euro. Zuletzt lag er dann bei 357 Millionen Euro im Jahr. Der Großteil dieser Seifen: Flüssigseifen. Im Windschatten dieser Entwicklung aber findet auch das gute alte Stück Seife wieder mehr Abnehmer. So profitiert die Seifenmanufaktur Glatthaar mit einem Umsatzplus von etwa 33 Prozent im vergangenen Jahr.

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Glatthaar erzählt: "Wir haben viel mehr Nachfragen gehabt. Wir haben natürlich auch eine höhere Produktion gehabt. Und wir dachten, dass wir gut vorbereitet gewesen wären, haben aber dann im Winter gemerkt, dass wir es nicht waren. Also die Nachfrage war größer als das, was wir produziert haben."

Von Januar bis Juni produziert sie in ihrer Seifenküche acht Blöcke pro Woche, daraus werden 720 Stück Seife. Die insgesamt 22 verschiedenen Sorten verkauft sie dann über das Internet, ihren Laden oder auch auf Märkten, das Stück für 5,90 Euro. Das feste Stück Seife feiert also ein kleines Comeback. Ein Grund für ihren Erfolg sieht die Herstellerin darin, dass gerade Stückseifen als besonders nachhaltig gelten: "Eine Seife hält wesentlich länger im Gebrauch als ein Duschgel. Also man hat das mal ausgerechnet, dass im Verbrauch circa 20 Milliliter Duschgel pro Duscheinsatz verbraucht werden. Da ist eine Flasche natürlich auch schnell leer. Eine Seife hält da um einiges länger."

Nachfrage verdoppelt

Dass mehr Wert auf eben diese Nachhaltigkeit gelegt wird, merken auch die Einzelhändler an ihren steigenden Umsätzen. So bestätigt Alnatura:

"An der Nachfrage lässt sich deutlich erkennen, dass unsere Kundinnen und Kunden immer häufiger zu Stückseifen greifen. Auch die Nachfrage nach festen Produkten im Bereich Haarpflege ist deutlich angestiegen."

Und die Nachfrage wächst weiter. Denn durch die Corona-Pandemie ist Händewaschen mit Seife ein Muss geworden.

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Mex in Frankfurt bei Elke Simmel und Karin Huber. Sie betreiben einen Seifenonlinehandel. Dass sich die Nachfrage nach Seife durch Corona verändert hat, merken sie hier besonders. Simmel sagt: "Wir merken eine sehr hohe Nachfrage von den Endkunden, die dann auch eine schöne Bestellung machen.  Ich würde schon fast sagen, dass sich das fast verdoppelt hat. So packen sie momentan fast 100 Prozent mehr Pakete als noch vor Corona. Es kommen immer wieder neue Kunden dazu.  Insgesamt bietet "Die Seifenmanufaktur" 120 verschiedene Sorten an. Die Ideen kommen von den Frauen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Huber sagt: Wir haben eine Seife passend zur Jahreszeit, die heißt Frühlingserwachen. Aber auch Sachen, die vielleicht ein bisschen ausgefallen sind. Der absolute Renner im Sortiment: Das feste Ebbelwoi-Haarshampoo - eine Eigenkreation.  

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Das Mex-Fazit: Feste Seifen sind nicht nur umweltfreundlich, sie sehen dabei auch noch gut aus und wahrscheinlich nicht zuletzt deshalb steigt der Umsatz.

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Autor: Naïma Kunze