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Unmengen von Plastik, Wegwerfverpackungen, die einfach in der Gegend landen - diese Müllflut nervt und ist gefährlich! Immer mehr Hessen werden jetzt für die Umwelt aktiv. und gehen das Problem an. mex zeigt, wie sich die Hessen vor ihrer Haustür für den Schutz der Umwelt engagieren.

Der Altrhein bei Trebur. Bei näherem Hinsehen sieht es hier wüst aus. Plastikmüll in den Böschungen, Hinterlassenschaften von Campern und Anglern am Ufer. Das erlebt Jürgen Fischer auf seinen Kajaktouren hautnah. Und hat davon die Nase voll: „Anfang letzten Jahres kam ich zu dem Schluss, wenn du paddeln gehst, auf dem Fluss unterwegs bist, dann bring jeden Tag etwas mit, was nicht in den Fluss gehört. 

Also schnappt er sich eine Mülltüte aus der Böschung und legt einfach los. Denn alles, was bei uns im Fluss landet und nicht rausgefischt wird, transportiert der Rhein direkt in die Nordsee. Hinderlich sind beim Sammeln vor allem die Ufersteine, die können das Kajak beschädigen. Jürgen Fischer lässt sich aber nicht Abschrecken. Im Gegenteil: „Es ist ärgerlich, wenn man so etwas sieht, aber es tut gut, etwas mitzunehmen, was da nicht hingehört. Und es ist kein Aufwand. Es sind zwei Handgriffe. Einer zum Aufsammeln und einer zum Gelben Sack.“ Für solch große Müllhalden braucht der Hobbysportler mehrere Touren. Sogar eine Autobatterie und halbvolle Benzinkanister zog Jürgen Fischer schon aus dem Wasser. Heute auch eine Menge. Doch für ihn zählen kleine Schritte: „Ich kann die Welt nicht verbessern, das weiß ich. Aber diese eine Flasche, die frisst kein Walfisch.“

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Die hr3-Umwelthelden

Willkommen im hr3-Umwelthelden-Team: Gemeinsam mit Euch wollen die Kollegen versuchen, ein bisschen umweltbewusster zu leben. Ihr engagiert Euch schon zu diesem Thema? Dann könnt Ihr hier erzählen, was Ihr unternehmt, um die Welt zu retten!

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hr3 Umwelthelden Aufmacher Superboy
Bild © hr3

Die hr3-Umwelthelden

Wer sich im Umweltschutz engagiert, gewinnt. Das weiß auch Jan Repphahn. Der HR3-Moderator besucht Menschen, die sich bei der Aktion „Umwelthelden“ melden. Von einzelnen Personen bis zu Gruppen und Vereinen: „Ich habe einen Menschen getroffen in Habichtswald in Nordhessen, der hatte keine Lust mehr auf Plastikstrohalme und der hat Raps aufgesammelt, was dann übrig war nach der Ernte, und hat daraus Trinkhalme gemacht mit Bienenwachs zusammen. Ein Start-up aus Gießen will mit Holzfasern Kleidung herstellen, aus Holzfasern, das finde ich sehr interessant.“ Er sei auch ganzen Vereinen begegnet, die auf ihren Sportveranstaltungen komplett auf Wegwerfgeschirr also auf Plastik verzichten und auf Mehrweggeschirr gehen würden. „Es ist wirklich ganz großartig, was da alles kommt.“  

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Die von der Radiowelle ausgezeichneten Umwelthelden erhalten 500 Euro Umweltbonus. Bisher gab es weit über 1.000 Einsendungen. Minütlich werden es mehr.

„Kassel schafft das!“

In Kassel hat sich Manfred Menze Großes vorgenommen: Die Stadt soll plastikfrei werden. Wie das gehen soll? Indem er Gastronomen überzeugt, auf Einweggeschirr zu verzichten. Wer auf Pfandbehältnisse für den Außer-Haus-Verkauf setzt, bekommt das Plastikfrei-Siegel. Das hat er selbst entworfen, erzählt Menze von kasselplastikfrei.de: „Ich wollte sofort handeln. Gerade eben aus dem, dass ich so ohnmächtig war, was in der Welt passiert, wollte ich sagen: ich mach was. Ich wollte anpacken.“

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Seit September hat der Softwareentwickler 5 Cafés und Restaurants für seine Idee gewonnen. Die Suppenplantage war zuerst. Manuela Arndt, Suppenplantage, erzählt: „Durch die Teilnahme merke ich, dass wir damit bewusster damit umgehen, verstärkt darauf achten, auf Plastik zu verzichten und es aus dem Sortiment rauszunehmen, möglichst.“ Einerseits soll Müll vermieden werden. Andererseits setzt das Konzept auf einen  Imagegewinn für die Betriebe.

Das ganze Projekt basiert auf dem Mitmachgedanken: Mit Hilfe einer Petition will Manfred Menze sein Anliegen auf die politische Agenda der Stadt setzen. Und den Selbstverpflichtungsbogen für die Gastronomie gibt es online zum Ausdrucken: „Ich möchte eine Bewegung lostreten, die sich verselbständigt. Jeder geht in seine Kneipe, macht mit und Kassel schafft das.“

Das mex-Fazit: Für den Umweltschutz nach Feierabend gibt es viele gute Ideen. So wird es leicht, Hessen wieder sauberer zu machen.