Mit Zuversicht startet Papst Franziskus ins neue Jahr. Für ihn gibt es kein Zurück zur Normalität vor der Pandemie und so soll auch der Gottesdienst am Neujahrsmorgen die Hoffnung stärken, dass es Wege aus der Krise gibt, und den Menschen Mut machen, die Welt mit offenem Herzen zu verändern.

"Um von einer anderen Zukunft zu träumen, müssen wir Geschwisterlichkeit anstatt Individualismus als Organisationsprinzip wählen", so Papst Franziskus. Am 1. Januar feiert die katholische Kirche traditionell das Hochfest der Gottesmutter Maria und ruft zum Frieden in der Welt.

Zum achten Mal feiert Papst Franziskus als Oberhirte von 1,33 Milliarden Katholiken den Neujahrsgottesdienst. Seit Beginn seines Pontifikats und der ersten Reise zu den Gestrandeten auf der Insel Lampedusa geht der Papst aus Argentinien ungeachtet aller Proteste seinen Weg. Er steht für eine Kirche der Armen, protestiert gegen eine Globalisierung der Gleichgültigkeit. Der Weltfriedenstag wird seit 1968 begangen. Papst Paul VI. hatte ihn in der Zeit des atomaren Wettrüstens eingeführt und zur Einhaltung der Menschenrechte, zum Leben in Frieden und Liebe aufgerufen.

Im Anschluss an den Gottesdienst betet Papst Franziskus das Angelus-Gebet und spendet den Segen. Es kommentieren Monsignore Erwin Albrecht und Andrea Kammhuber.