Eigentlich sollte man denken, dass die Gesellschaft aus der Vergangenheit gelernt hat. Fragt man jedoch Marlon Hubermann, sieht die Welt schnell ganz anders aus. Der junge Fußballer im Verein Makkabi Frankfurt wurde nicht nur einmal beschimpft, wenn sein Team in Führung ging. Beleidigungen wie "Judenschwein" sind da noch harmlos. Viele Urheber antisemitischer Straftaten, nicht nur im Sport, sind Muslime. In vielen muslimischen Communities hat der Antisemitismus Tradition. Trotzdem ist es falsch, Muslime als Antisemiten zu stigmatisieren. Das Projekt „SchalomAleikum“ des Zentralrats der Juden in Deutschland fördert die Begegnung von Juden und Muslimen und will dazu beitragen, Spannungen zu lösen. Auch das europäische Projekt „Youthbridge“ betreibt Präventionsarbeit gegen Antisemitismus, hier kommen die Teilnehmer aus allen Religionen. Gemeinsam bauen sie Klischees und Stereotype ab, zum Beispiel mit der Ausstellung „Davidstern und Lederhose“. Ein Jahr nach dem Anschlag in Halle stellt dieser Film Initiativen vor, die Brücken bauen.