In seinem Archepark, dem Haustierpark Lelkendorf in der Mecklenburgischen Schweiz, beherbergt Alexander Vay alte, vom Aussterben bedrohte Haus- und Nutztierrassen. Wenn er morgens seinen Futtergang entlang der Gehege macht, geraten die Schweine, Ziegen und Schafe in große Aufregung. Einige der Tiere begleiten ihn dabei zutraulich und verspielt wie junge Hunde. Masken- oder Glöckchenschweine, Tarpan-Pferde oder Girgentana-Ziegen mit den Korkenzieherhörnern, die meisten Schützlinge sind Tiere, die irgendwann einmal bei anderen Halterinnen und Haltern in Not geraten sind. Alexander Vay hat sie gerettet, meist, weil die Besitzerinnen und Besitzer krank wurden und nicht mehr in der Lage waren, sich um die Schweine, Schafe und Pferde zu kümmern. Bei seiner Aktion arbeitet Alexander Vay mit Nadine Gronek von der Tierhilfe Norddeutschland im 70 Kilometer entfernten Klein Sein zusammen. Auch Nadine Gronek beherbergt in ihrem landschaftlich ebenso schön gelegenen Park jede Menge geretteter Tiere. Sie kümmert sich mehr um Hunde und Katzen, aber auch um Kamele und Kängurus, Waschbären und Rinder. Da der Platz in beiden Auffangstationen begrenzt ist, versuchen die beiden Tierretter händeringend, ihre Tiere an neue, zuverlässige Tierhalterinnen und -halter zu vermitteln - mit Erfolg.