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zum Video Ambrosia-Allergie: Gefahr durch Pollen

Ambrosie

Importierte Pflanzen wie Ambrosie, Baumhasel, Japanische Zeder, Olivenbaum und Zypresse werden zunehmend ein Problem für Allergiker. Zu den stärksten Allergieauslösern der Pflanzenwelt gehören die Pollen der Ambrosie.

Durch Getreidelieferungen aus Nordamerika und Vogelfutter nach Europa eingeschleppt, breitet sich die Pflanze durch den Klimawandel zunehmend aus.

Schwere Allergien durch Ambrosia artemisiifolia
In einer einzigen Ambrosia-Staude stecken bis zu einer Milliarde Pollen. Diese können schon in sehr geringer Konzentration schwere Allergien und Asthma auslösen. Nur fünf bis zehn Pollen pro Kubikmeter Luft genügen, um eine allergische Reaktion hervorzurufen. Zum Vergleich: Bei Birkenpollen muss die Konzentration etwa zehnmal so hoch sein.

Blütezeit Juli bis Oktober
Die Hauptpollenzeit der Ambrosie reicht bis in den Oktober. Perfekte Bedingungen findet sie auf Sonnenblumenfeldern. Aber auch auf Autobahngrünstreifen, auf Verkehrsinseln und Brachflächen sprießt das Kraut besonders gut. Zur Blütezeit der Ambrosie im Juli ist der Kampf gegen das Gewächs meist schon verloren. Deshalb suchen Experten der Umweltbehörden im öffentlichen Raum frühzeitig nach den Pflänzchen, um sie zu bekämpfen. Doch auf Privatgrundstücken breitet sich die Ambrosie oft ungehemmt aus, weil gesetzliche Vorgaben fehlen und viele Grundstückseigentümer das Problem noch nicht erkannt haben.

Allergien durch Ambrosia vorbeugen

Die Ambrosie wird leicht mit dem Gemeinen Beifuß verwechselt. Beim Herausrupfen können Samen reifer Pflanzen in die Erde gelangen, wo sie bis zu 40 Jahre lang überleben. Experten rücken der Pflanze deshalb mit 1.000 Grad heißen Flammen zu Leibe. Da die Verbreitung in der Vergangenheit vor allem über verunreinigtes Vogelfutter erfolgte, sollte man darauf achten, gekennzeichnetes Vogelfutter ohne Ambrosia zu verwenden. Wer Ambrosia im Garten entdeckt, sollte sie vorsichtig mit Handschuhen aus der Erde rupfen und mit dem Müll entsorgen – keinesfalls auf dem Kompost.

Allergien durch Baumhasel, Olivenbaum, Zeder und Zypresse
Auf allergene Trendpflanzen wie Baumhasel, Japanische Zeder, Olivenbaum im Kübel und Zypresse sollte man im eigenen Garten möglichst verzichten. In Südeuropa zählen Olivenpollen zu den häufigsten Allergenen. Auch die Japanische Zeder produziert Pollen, die in ihrer Heimat als Allergen berüchtigt ist. Zypressengewächse sind bei Landschaftsgärtnern beliebt. Doch sie haben eine für Allergiker unangenehme Eigenschaft: Ihre Blüte beginnt mitten im Winter. Pollenallergiker werden somit bereits im Januar, Februar und März geplagt. Bisher blieben sie in diesen Monaten verschont. Von März bis Anfang Mai produziert dann die Baumhasel Pollen. Sie stammt aus Südeuropa und hat sich an das Klima hierzulande angepasst. Die Baumhasel wird häufig an Straßen in Innenstädten angepflanzt.

Allergene Pflanzen meiden
Generell gilt: Insektenbestäubte Arten sind sicherer als windbestäubte Arten. Wer also auf Mittelmeer-Flair nicht verzichten möchte, der kann zum Beispiel zu Oleander greifen. Der löst keine Allergien aus und blüht wunderschön. Noch besser sind natürlich einheimische Gewächse. Die sind auch attraktiv und bieten zudem unseren Insekten Nahrung und Quartier.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
An der Eickesmühle 15-19
41238 Mönchengladbach
Telefon: 02166-6478820
Infos unter: www.daab.de

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Autor: Volker Ide
Sendung: hr-fernsehen, "service: gesundheit", 21.03.2019, 18:50 Uhr