Video

zum Video Die richtige Handcreme

Schuppende und rissige Fingerknöchel und Handrücken und Handflächen fühlen sich an wie Reibeisen – schon die trockene, kalte Winterluft entzieht der Haut unserer Hände Feuchtigkeit, ein Übriges tun Wasser und Seife beim Händewaschen.

Ökotest hat 22 Handcremes getestet. Darunter waren die Teuersten mit fast 16 Euro pro 100 ml bis zu den günstigsten mit gerade mal 70 Cent pro 100 ml. Neun der siebzehn getesteten herkömmlichen Handcremes und alle acht naturzertifizierten Produkte sind frei von bedenklichen oder umstrittenen Inhaltsstoffen. Dafür bekamen sie von Ökotest die Note "sehr gut". Schlechtere Noten erhielten jene Produkte, die den umstrittenen Duftstoff Lilial enthielten (drei Handcremes). Bei anderen kritisierte Ökotest die Verwendung von halogenorganischen Verbindungen wie Chlorphenesin, PEG/PEG-Derivaten und Paraffinen, die das Hautgleichgewicht stören können oder als allergieauslösend gelten. Abstriche bei der Bewertung bekamen auch Produkte, die bedenkliche Konservierungsstoffe wie Parabene enthielten. Im Vergleich zum letzten Test aus dem Jahr 2012 waren das aber deutlich weniger.

Die Ergebnisse aus dem aktuellen Ökotest-Handcremetest:

  • Alterra Reichhaltige Handcreme von Rossmann, 2,60 Euro. Testergebnis: sehr gut
  • Alverde Intensiv Handcreme, Bio-Granatapfel, Bio-Karitébutter von dm, 2,60 Euro. Testergebnis: sehr gut
  • Aveo Handcreme Kirsche & Mandelblüte von Müller Drogeriemarkt, 0,85 Euro. Testergebnis: sehr gut
  • Balea Handcreme Buttermilk & Lemon von dm, 0,85 Euro. Testergebnis: sehr gut
  • Eldena Body Care Handcreme, mit Sheabutter & Panthenol von Aldi Nord, 3,98 Euro. Testergebnis: sehr gut
  • Eubos Med Trockene Haut Urea 5 % Handcreme von Dr. Hobein (Apotheke), 10,27 Euro. Testergebnis: sehr gut
  • Fair Squared Olive Hand Cream Classic von Fair Squared, 7,98 Euro. Testergebnis: sehr gut
  • Handsan Handcreme Hand & Nail mit Arganöl von Lornamead, 1,99 Euro. Testergebnis: sehr gut
  • Isana Handcreme Kamille von Rossmann, 0,89 Euro. Testergebnis: sehr gut
  • Lavera Handreme mit Bio-Wildrose von Laverana, 5,98 Euro. Testergebnis: sehr gut
  • Logona Hand Cream Grapefruit von Logocos Naturkosmetik, 4,49 Euro. Testergebnis: sehr gut
  • Ombia Handcreme Milch & Honig von Aldi Süd, 0,68 Euro. Testergebnis: sehr gut
  • Pure & Basic Med Handcreme Sensitiv von Netto Markendiscount, 1,99 Euro. Testergebnis: sehr gut
  • Sante Family Hand- & Nagelpflegecreme von Logocos (Naturwarenladen), 5,58 Euro. Testergebnis: sehr gut
  • Terra Naturi Handcreme Erholung Wildrose von Müller Drogeriemarkt, 2,60 Euro. Testergebnis: sehr gut
  • Today Handcreme Intensiv von Rewe, 0,68 Euro. Testergebnis: sehr gut
  • Weleda Sanddorn Handcreme von Weleda, 12,90 Euro. Testergebnis: sehr gut
  • Eucerin pH5 Hautschutz Handcreme von Beiersdorf (Apotheke), 6,60 Euro. Testergebnis: befriedigend
  • La Roche-Posay Cicaplast Mains Barrière Herstellende Creme von La Roche-Posay (Apotheke), 15,80 Euro. Testergebnis: befriedigend
  • Atrix Intensive Schutzcreme Camomile von Beiersdorf, 1,35 Euro. Testergebnis: ausreichend
  • Eau Thermale Avène Cicalfate Hände von Pierre Fabre (Apotheke), 12,90 Euro. Testergebnis: ausreichend
  • Florena Intensive Feuchtigkeit Handcreme Aloe Vera von Beiersdorf, 1,15 Euro. Testergebnis: ausreichend
  • Herbacin Wellness Handcreme Wildrose von Herbacin, 4,60 Euro. Testergebnis: ausreichend
  • Kamill Hand & Nagelcreme Classic von Burnus, 0,95 Euro. Testergebnis: ausreichend
  • Neutrogena Norwegische Formel Handcreme mit Nordic Berry von Johnson & Johnson, 3,80 Euro. Testergebnis: ungenügend

Darauf sollten Sie beim Einkauf achten

Im Winter produziert die Haut insgesamt zu wenig Talg und wird dadurch rau und spröde. Die Haut verlangt also nach rückfettenden Pflegeprodukten mit Urea und Nachtkerzenöl beispielsweise. Mineralölfette wie in der bekannten Vaseline legen sich auf die Haut und schließen diese undurchlässig ab. Der Fettfilm zieht nicht ein. Dadurch ist die Hautbarriere funktionslos und die Produktion eigener Fette wird sogar gehemmt. Die Haut wird immer trockener. Auch Duft- und Konservierungsstoffe können Irritationen und Allergien auslösen, deshalb sollten Sie darauf lieber verzichten.

So bleibt die Haut heil!

Händewaschen ist im Winter wichtig, um sich vor Ansteckung gegen Erkältung beispielsweise zu schützen. Gleichzeitig verstärkt es die Austrocknung der Haut. Deshalb: nicht zu heißes Wasser verwenden und nach jeder Handwäsche die Hände eincremen, auch nach dem Spülen! Der Pflegeeffekt wird intensiver, wenn sie die Hände kurz vor dem Schlafengehen großzügig eincremen und dann Baumwollhandschuhe über Nacht anziehen. Besser noch als Seife sind Syndets (Synthetische Detergentien), also synthetische waschaktive Substanzen. Im Gegensatz zu Seifen haben diese den gleichen sauren PH-Wert wie die Haut. Die Hautbarriere muss also chemisch nicht reagieren, wenn Sie sich waschen. Die meisten Hersteller verzichten auf allergieauslösende Duftstoffe und Emulgatoren. Bei alkalischer Seife kann die Hornhaut aufquellen. Auch viele Reinigungsprodukte enthalten Emulgatoren, die sogar hauteigene Lipide aus der Oberhaut lösen. So wird die Hautbarriere geschädigt, und die Haut trocknet noch schneller aus.

Weitere Informationen

Internetlinks

  • www.oekotest.de/kosmetik-wellness/25-Handcremes-im-Test_110297_1.html

Vollständige Ökotest-Ergebnisse aus dem Jahr 2017, Download zum Preis von 2,50 Euro.

  • www.bund.net/chemie/toxfox/?wc=22498&gclid=EAIaIQobChMInaGV8u7s2AIVqRbTCh3GvgNIEAAYAyAAEgJxtfD_BwE

Infos und Link zur App des BUND, um damit auch beim Einkauf in den ausgewählten Produkten nach Schadstoffen und versteckten Giften zu suchen. Funktioniert, indem man dann den Barcode scannt und aus der Datenbank Infos erhält, ob dieses Produkt nicht gewünschte Stoffe enthält.

  • www.test.de/thema/handpflege/

Übersicht über Testberichte zum Thema Handpflege der Stiftung Warentest. Der jüngste Test ist aus dem Jahr 2016.

  • www.derma.de

Internetseite der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, bei der Interessierte und Betroffene unter dem Stichwort „Patienten“ gezielt nach Ärzten oder Kliniken beispielsweise für die Behandlung gutartiger Hautveränderungen, aber auch nach Allergologen, Lymphologen oder Spezialisten für beruflich bedingte Ekzeme suchen können.

Ende der weiteren Informationen

Autorin: Eva Maria Siefert

Sendung: hr-fernsehen, "service: gesundheit", 25.01.2018 18:50 Uhr