Herzinfarkt, Frauen
Typisch für den Infarktschmerz sind stärkste Schmerzen hinter dem Brustbein oder in der Brust, die sehr häufig ausstrahlen. Bild © Colourbox.de

Vier Fünftel aller Herz-Kreislaufkrankheiten werden durch Ablagerungen in den Blutgefäßen verursacht. Verkalken die Herzkranzgefäße, droht ein Herzinfarkt.

Die Herzkranzgefäße sind zart und haben nur einen geringen Gefäßdurchmesser: 4,5 Millimeter misst als eines der beiden Hauptgefäße der linke Hauptstamm; in der Herzspitze ist es dann gerade mal ein halber Millimeter. Und diese winzigen Herzkranzgefäße halten uns am Leben, denn sie versorgen den empfindlichen Herzmuskel insbesondere mit dem notwendigen Sauerstoff und mit wichtigen Nährstoffen. Nur so kann das Herz seine Pumparbeit erledigen. Erst wenn der Durchmesser eines Herzkranzgefäßes um mehr als 70 Prozent verringert ist, spürt der Betroffene eine Brustenge unter stärkerer Belastung. Ärzte nennen das „Angina pectoris“. Die zugehörige Krankheit wird Koronare Herzerkrankung, kurz KHK, genannt. Bricht eine solche hochgradige Verengung und Verkalkung auf, dann reißt die zarte Gefäßwand in der Oberfläche ein. Es bildet sich ein Gerinnsel, das das Herzkranzgefäß verschließt - es kommt zu einem Herzinfarkt. Meist, aber eben nicht immer, spüren das die Betroffenen auch:

Symptom Brustschmerz

Er gilt als das klassische Anzeichen für einen Herzinfarkt, etwa die Hälfte der betroffenen Männer berichten davon. Frauen leiden dagegen viel seltener unter Brustschmerzen. Typisch für den Infarktschmerz sind stärkste Schmerzen hinter dem Brustbein oder in der Brust, die sehr häufig ausstrahlen. Beispielsweise in die Arme, sowohl den linken als auch den rechten Arm oder sogar in beide Arme, mal nur in die Schulter oder den Oberarm, manchmal auch bis in die Finger. Oder sie strahlen in den Oberkörper, den Nacken, in Kiefer oder Rücken aus. Meist halten sie länger als fünf Minuten an und sind oft begleitet von Todesangst, Übelkeit oder Schwitzen; manchmal auch Erbrechen. Typisch auch, aber oft nicht beachtet: Die sogenannte kurzzeitige Brustenge (Angina pectoris) - ein Vorbote für den Herzinfarkt in den Tagen und Wochen zuvor. Unter Belastung verspürt man einen kurzen Brustschmerz, ein Druckgefühl, möglicherweise mit Ausstrahlung in Arm, Rücken, Oberkiefer etc. Bleibt der Betroffene dann stehen, kommt zur Ruhe, verschwindet der Schmerz meist sofort. Und wird gerne vergessen – bis er dann nicht mehr verschwindet. Wichtig: Wer solche kurzzeitigen Beschwerden verspürt, sollte einen Arzt aufsuchen.

Symptom Oberbauchschmerz

Nicht in der Brust, sondern über dem Magen liegt der maximale Schmerzpunkt, oft wie gürtelförmig; die Betroffenen verspüren ihn meist als konstanten und starken Schmerz, gelegentlich aber auch wellenförmig und drückend; beides oft gepaart mit Luftnot in Ruhe. Als Laie ist es schwer, den Infarktschmerz von harmlosen Magenschmerzen zu unterscheiden. Deshalb: Wenn die Schmerzen ganz plötzlich auftreten, ohne Grund, Sie sich dazu wirklich schlecht und krank fühlen, evtl. noch starkes Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen hinzukommen, sollten Sie immer umgehend einen Notarzt rufen. Und auch hier: Die genannten Symptome treten in den Tagen und Wochen vor dem Infarkt sehr oft kurzzeitig für Minuten auf, meist verbunden mit körperlicher Belastung oder Stress, und verschwinden dann von selbst wieder, bspw. wenn man auf der Treppe stehen bleibt. Diese Beschwerden sind oft Vorboten eines Infarkts und sollten abgeklärt werden.

Symptom plötzliche Luftnot

Tritt häufiger bei Frauen als bei Männern auf, allerdings eher selten als einziges Symptom. Wesentlich: Die Luftnot ist meistens unerklärlich und der Situation (bspw. man sitzt ruhig auf dem Sofa) nicht angemessen.

Keinerlei Symptome

Auch das gibt es: 10 – 20 % der Patienten verspüren gar keine Symptome. Sie erleiden einen sogenannten stummen Herzinfarkt. Besonders oft trifft es Diabetiker, denn Diabetes verursacht eine Nervenstörung, weshalb die Nerven den Schmerz nicht mehr melden und weiterleiten. Bei den Betroffenen wird dann der Herzinfarkt oft erst bei einer Routinekontrolle entdeckt. Deshalb: ein plötzlicher Leistungsknick und eine verringerte Belastbarkeit in Verbindung mit entsprechenden Risikofaktoren (s. u.) sollten bei Diabetikern, aber auch allen anderen als Alarmsymptome gewertet werden und bedürfen einer Abklärung durch den Arzt.

 Unspezifische Symptome…

…wie Schweißausbruch, Übelkeit, Schwäche, Blässe können auch auf einen Herzinfarkt hinweisen. Aber diese Beschwerden sind leider nur wenig wegweisend, da sie auch bei vielen anderen Krankheiten auftreten können. Ohne weitere Beschwerden, die auf das Herz hinweisen, wird kaum jemand zumindest in den ersten Stunden zum Arzt gehen. Gleiches gilt auch für eine plötzlich aufgetretene Schwäche, einen Leistungsknick, eine plötzlich aufgetretene unerklärliche Müdigkeit – das alles kann auf einen Herzinfarkt hinweisen, ebenso aber auch auf einen Magen-Darm-Infekt oder eine herannahende Grippe.

Wichtig: Im Zweifel sollten Sie über die Notrufnummer 112 lieber einen Notarzt rufen!

 Der "Eva-Infarkt" – Beschwerden wenig typisch

Auch Frauen haben überdurchschnittlich häufig keine typischen Infarktbeschwerden. Gerade mal ein Drittel der Herzinfarktpatientinnen berichtet über den typischen Brustschmerz und dessen Ausstrahlung in andere Körperregionen, so eine US-amerikanische Studie. Etwa 40 Prozent der weiblichen Infarktpatienten klagen beispielsweise über Oberbauchschmerzen, sehr viele Frauen auch über Rückenschmerzen. Und weil Frauen sowieso häufiger Rückenschmerzen haben, beachten weder die Betroffenen den Rückenschmerz, noch die behandelnden Ärzte. Weshalb Frauen mit Herzinfarkt oft erst verspätet in die Klinik kommen. Zudem leiden Frauen mit einem akuten Herzinfarkt häufiger unter ungewöhnlicher Müdigkeit und Schlafstörungen (lt. Studie bei etwa 70 Prozent aller Herzinfarktpatientinnen!) und über Kurzatmigkeit und Schwäche – alles unspezifische Symptome, die nicht als Infarktsymptom gedeutet werden. Hinzu kommt, dass Frauen ihre Beschwerden oft nicht so bedrohlich wahrnehmen und bagatellisieren. Übrigens auch Ärzte. Das zeigen vergleichende Geschlechterstudien. Bei Frauen werden Verengungen in den Herzkranzgefäßen im Durchschnitt erst nach sechs Jahren zum ersten Mal diagnostiziert, bei Männern bereits nach sechs Monaten.

 Die Uhr tickt – Zeit ist Muskel!

Ohne Sauerstoff sterben Herzmuskelzellen ab, schon nach 15 Minuten kann es zu unumkehrbaren Schäden mit Zellmembrandefekten kommen. Nach sechs Stunden sterben die Zellen ab. Abhängig von der Größe des Infarktgebietes oder seiner Lage am Herzen kommt es zu lebensbedrohlichen Komplikationen: Herzrhythmusstörungen, die sich als Herzstolpern, plötzliches Vorhofflimmern, aber auch als plötzliches Kammerflimmern mit Herzstillstand zeigen können. Besonders bei großen oder spät behandelten Infarkten nimmt die Pumpleistung des Herzens ab; nicht selten bleibend auch nach erfolgreicher Wiedereröffnung. Pumpt das Herz schlecht, schlägt es sehr unregelmäßig, dann kann das Herz in einen gefährlichen Schockzustand geraten, der auch heute noch bei der Hälfte der Infarktpatienten tödlich endet (sog. kardiogener Schock). Je früher ein Infarktpatient in eine geeignete Klinik kommt, desto besser sind seine Überlebenschancen und desto besser sind auch seine Aussichten für ein „normales“ Leben nach dem Infarkt. Die besten Chancen haben all diejenigen, bei denen zwischen dem Auftreten der ersten Beschwerden und der Wiedereröffnung des Gefäßes nicht mehr als 90 Minuten vergehen.

 Einladen und losfahren war früher

Wer sich mit dem Stichwort "Akuter Brustschmerz" unter der Notfallnummer 112 bei der Rettungsleitstelle meldet, dem schickt in Hessen die Leitstelle immer einen Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug. Bereits wenn Rettungsassistent, Notfallsanitäter und Notarzt beim Patienten ankommen, wird umgehend ein "großes" EKG, also eine standardisierte 12-Punkt-Ableitung geschrieben. Zeigen sich hier infarkttypische Veränderungen (so genannter ST-Hebungsinfarkt, STEMI), werden Rettungsdienst und Notarzt so schnell wie möglich ein Krankenhaus anfahren, in dem eine 24-stündige Katheterlabor-Bereitschaft existiert. Vor Ort, also oft noch zu Hause an der Bettkante oder im Sessel, erhält der Patient einen intravenösen Zugang und Medikamente, die die weitere Gerinnselbildung unterdrücken sollen. Und schon vor Fahrtbeginn wird das Rettungsteam Kontakt mit der Klinik aufnehmen. Meist steht dann im Katheterlabor der Zielklinik bereits das Katheterteam bereit, das sofort mit der Arbeit beginnen kann. Schwieriger wird es, wenn sich im EKG zunächst keine typischen Veränderungen zeigen. Wenige Stunden später können sich dann aber solche typischen Infarktzeichen im EKG zeigen. Gleiches gilt auch für die Laborwerte: Anfangs können sie scheinbar normal sein, Stunden später aber kann die Erhöhung bestimmter Laborwerte auf eine Minderdurchblutung oder einen Infarkt hinweisen.

 CPU – Chest Pain Unit

Deshalb werden Patienten mit Brustschmerzen für einige Stunden in der Notaufnahme beobachtet. In festen Zeitabständen wird nochmals Blut abgenommen und ein EKG geschrieben. Zeigt sich der Infarkt nur im Blut und nicht im EKG, dann sprechen Kardiologen von einem so genannten Nicht-St-Hebungsinfarkt (NSTEMI). Auch bei einem NSTEMI muss umgehend eine Katheteruntersuchung gemacht werden. Sehr oft müssen die Patienten dafür in eine Klinik mit Katheterabteilung verlegt werden. Um zu vermeiden, dass zwischen der Ankunft in der Notaufnahme und der Diagnose eines akuten Herzinfarktes wertvolle Zeit verloren geht, gibt es inzwischen in vielen Kliniken für Patienten mit Brustschmerzen spezielle Aufnahmestationen, sogenannte Chest Pain Units (CPU). Hierher kommen alle Patienten mit Brustschmerzen, egal aus welcher Ursache. Das Team aus Ärzten und Schwestern ist auf kardiologische Notfälle spezialisiert. Bis zum Ausschluss eines akuten Infarktes oder der Diagnose anderer Erkrankungen bleiben die Patienten in der CPU. Die ersten dieser Spezialstationen wurden vor über 30 Jahren in den Vereinigten Staaten initiiert. Inzwischen gibt es die Brustschmerzambulanzen auch flächendeckend in vielen deutschen Kliniken.

Den Blutfluss wieder herstellen

Es gibt zwei Möglichkeiten, um den akuten Verschluss eines Herzkranzgefäßes zu beseitigen: Die Aufweitung mittels Herzkatheter (PTCA, perkutane transluminale coronare Angioplastie oder neuerdings PCI, perkutane coronare Intervention) und die Auflösung des Blutgerinnsels durch spezielle Medikamente (Thrombolyse), die über eine Vene in die Blutbahn gegeben werden. Die dritte Möglichkeit zur Wiederherstellung der Durchblutung, die Bypass-Operation, wird beim akuten Herzinfarkt möglichst nicht angewendet, da der OP-Eingriff selbst zu zusätzlichen Belastungen für den Organismus führt, die in der Kombination mit dem Infarkt eher negative Auswirkungen haben können. Die Thrombolyse wird vor allem dann eingesetzt, wenn die Transportzeit in eine geeignete kardiologische Klinik sehr lange dauert (über zwei Stunden) oder der Zustand des Patienten sehr kritisch ist (z. B. der Patient noch vor Eintreffen in die Klinik einen Herzstillstand erleidet). Bei dem in Deutschland recht dichten Versorgungsnetz von spezialisierten Kliniken also eher selten. Denn beim akuten Infarkt ist der Kathetereingriff der sogenannten Lysetherapie überlegen. Wesentliches Ziel ist es, die Blut- und damit Sauerstoffversorgung des Herzmuskels möglichst schnell wieder herzustellen, damit kein oder nur ganz wenig Herzmuskelgewebe zugrunde geht. Das Zeitfenster sind etwa vier bis sechs Stunden. Danach erholen sich die Zellen nicht mehr. Und abgestorbene Herzmuskelzellen hinterlassen Narben, die nicht mehr wie gesunde Zellen funktionieren und so zu einer Verschlechterung der Herzleistung, zu einer Pumpschwäche des Herzens führen können.

 Aufdehnen und Stützen

Bei dem Kathetereingriff zur Wiedereröffnung der Herzkranzgefäße wird in örtlicher Betäubung ein feiner Herzkatheter über die Schlagader in der rechten Leiste (alternativ linke Leiste oder am Handgelenk) bis zum verschlossenen Herzkranzgefäß vorgeschoben. Der Verschluss wird dann mit einem Ballon aufgedehnt. Damit das Gefäß dauerhaft offen bleibt, wird anschließend eine winzige Metallstütze, ein sogenannter Stent, an der verengten Stelle eingesetzt. Damit die Metallstützen diese Wirkung entfalten, muss sich der Patient in den ersten zwölf Monaten nach dem Eingriff streng an die Empfehlungen der Ärzte halten und vor allem regelmäßig die verordneten blutverdünnenden Medikamente einnehmen. Als seltene Komplikation beim Kathetereingriff kann es zu einem Einriss des betroffenen Gefäßes kommen oder der Stent kann abrutschen. Später besteht die Gefahr eines Wiederverschlusses des Stents durch eine Thrombose im Stent (sog. In-Stent-Thrombose). Das Risiko für alle genannten Komplikationen ist besonders hoch im ersten Jahr nach dem Kathetereingriff.

 Was fördert und verursacht die Verkalkung der Herzkranzgefäße?

Die "großen Fünf" (s. u.) kennt fast jeder. Zunehmend aber wird deutlich, dass bislang als weniger wichtig eingestufte Risikofaktoren doch eine ganz erhebliche Rolle spielen könnten.

  •  Herzinfarkte in der nahen Blutsverwandtschaft (so genannte familiäre Belastung)
  • Übergewicht
  • Stress (hier lassen sich mit neuen Methoden direkte Schädigungen der Gefäßinnenschicht nachweisen)
  • psychosoziale Faktoren (wie Depression oder Arbeitslosigkeit)
  • Lebensalter (je älter, umso wahrscheinlicher sind Verkalkungen)

 Längst behandeln Kardiologen immer häufiger gerade junge Infarktpatienten, die nie geraucht haben, deren Fettstoffwechsel gut und normal arbeitet, die weder Diabetes noch Bluthochdruck haben – aber unter einer Depression leiden und sich deshalb auch nur wenig bewegen. Glücklich und sich aufgehoben zu fühlen scheint das Infarktrisiko zu senken. Seine direkte Blutsverwandtschaft mit ihren Risiken kann sich ja niemand aussuchen.

Rauchen

Durch den Verbrennungsprozess beim Rauchen einer Zigarette werden tausende hochgiftige Substanzen freigesetzt, die das zarte Lungengewebe schädigen und die Entstehung der Arteriosklerose fördern. Und damit die häufigsten Herz-Kreislauferkrankungen, neben der KHK, auch Bluthochdruck, Schlaganfall, Hirnblutungen und arterielle Verschlusskrankheit (u. a. sogenanntes Raucherbein).

Bluthochdruck - Herz und Gefäße unter Vollbelastung

Bei Schmerz oder Anstrengung steigt unser Blutdruck an, im Schlaf sinkt er ab. Kurzzeitige Blutdruckschwankungen sind also völlig normal. Ein ständig hoher Blutdruck führt jedoch zu dauerhaften Schäden an Herz und Gefäßen. Nur bei etwa jedem zehnten Bluthochdruckpatienten lässt sich eine auslösende Ursache finden, beispielsweise Verengungen in den Nierenarterien, eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine vermehrte Hormonproduktion in den Nebennieren. Bei dem Rest, also bei mehr als 90 Prozent der Erkrankten, handelt es sich um eine primäre oder essentielle Hypertonie. Der Mix aus falschem Lebensstil, aber auch eine genetische Veranlagung führen zum Bluthochdruck. Lagert sich Kalk in den Gefäßwänden ab, werden diese starr, was zu weiterem Blutdruckanstieg führt. Wer mehrfach seinen Blutdruck höher als 140/90 mmHg misst, sollte zum Arzt gehen. Denn zu hoher Blutdruck tut nicht weh, und die Alarmsignale sind wieder sehr unspezifisch.

Diabetes – süßes Gift für Gefäße

An der Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus leiden allein in Deutschland fast acht Millionen Menschen - am häufigsten unter einem Typ-2-Diabetes. Früher hieß diese Form der Zuckerkrankheit "Altersdiabetes", weil sie insbesondere bei Älteren auftrat. Heute trifft es immer mehr Jüngere, sogar Kinder, denn die Entstehung des Typ-2-Diabetes wird wesentlich durch unseren Lebensstil begünstigt. Vor allem die Kombination aus erblicher Veranlagung, Übergewicht und Bewegungsmangel lässt die Diabetikerzahlen sprunghaft ansteigen.

Zu hohe Blutfettwerte

Cholesterin ist für uns lebenswichtig, denn es dient unserem Körper als Grundbaustein für Zellwände und Schutzhüllen für Nervenfasern. Fette sind Ausgangsstoff für Gallensäuren, Vitamin D und etliche Hormone. Aber Fette dienen unserem Körper auch als lagerfähige Energiereserve: Wenn wir mehr Kohlenhydrate (also Zucker – auch in Form von Stärke) zu uns nehmen als wir täglich verbrauchen, dann wandelt der Körper den überschüssigen Rest in der Leber in Fett um. Sozusagen unsere Reserve für Hungerzeiten. Doch die wird nur noch selten gebraucht, weshalb die Fettablagerungen wachsen und somit Gefäßverkalkung begünstigt. Wichtig ist vor allem der Wert des „schlechten“ Cholesterin, des sog. LDL.

Bewegungsmangel

Lässt die Blutgefäße früher verkalken und fördert zudem Übergewicht. Wer von Kindesbeinen an regelmäßig Sport treibt, sorgt dafür, dass die Knochen auch im Alter lange stabil bleiben, der altersbedingte Muskelabbau nur sehr langsam fortschreitet und vor allem das Herz-Kreislaufsystem gut trainiert ist und die Gefäße seltener und wesentlich langsamer verkalken. Sportliche Höchstleistungen sind nicht nötig, um das Herz-Kreislaufsystem zu trainieren. Täglich ein halbstündiger, flotter Spaziergang ist schon ausreichend.

Autorin: Eva Maria Siefert

Weitere Informationen

Weitere Information

Testen Sie Ihr Herzinfarkt-Risiko mit dem Test der Deutschen Herzstiftung:
www.herzstiftung.de/test/herz01.php

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr-fernsehen, "Unser Herz - jeder Schlag zählt", 09.01.2019, 21:00 Uhr