Die Diagnose Krebs ist für jeden Betroffenen immer ein großer Schock, doch muss sie kein Todesurteil sein. Denn inzwischen können immer mehr Krebserkrankungen durch bessere Behandlungsmöglichkeiten gestoppt oder sogar geheilt werden.

Mittlerweile gibt es Methoden, mit denen man die Krebszellen sogar ganz gezielt ansteuern und zerstören kann – ohne den gesunden Zellen zu schaden. Damit eine solche zielgerichtete Therapie gut funktionieren kann, muss für jeden einzelnen Patienten eine ganz individuelle Lösung gefunden werden. Denn Krebsmediziner und Wissenschaftler wissen heute, dass aufgrund von großen Unterschieden auf genetischer, molekularer und zellulärer Ebene nicht jedes Medikament bei jedem Patienten gleich gut wirkt. Was den Einen heilt, kann für den Anderen unwirksam sein. Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelte sich das Konzept der "Personalisierten Medizin" mit dem Ziel, dem Patienten schneller zu einer für ihn geeigneten Therapie zu verhelfen.

Die sogenannte Molekulartherapie zielt dabei auf die Eigenschaften der Krebszellen ab und kann zum Beispiel bei Tumorerkrankungen wie einem Lungenkarzinom eingesetzt werden. Hier werden umfangreiche molekulare Untersuchungen des Tumorgewebes vorgenommen. Anhand der Testergebnisse kann dann eine individuelle Strategie mit einer zielgerichteten Therapie festgelegt werden. Ein Einsatz von Medikamenten mit passenden Antikörpern kann das Wachstum der Krebszellen blockieren. Bei manchen Krebserkrankungen kann auch die sogenannte Immuntherapie angewandt werden. Mit Hilfe von innovativen Krebsmedikamenten wird dann das körpereigene Immunsystem so reaktiviert und gestärkt werden, dass es gegen den Krebs selbst vorgehen und ihn zerstören kann. service: gesundheit zeigt, für welche Krebsarten die Molekulartherapie geeignet ist und wie sie funktioniert.

Außerdem: Bei welchen Krebserkrankungen ist eine Immuntherapie erfolgsversprechend?

Weitere Informationen

Kontakt

Prof. Dr. med. Christian Brandts
Oberarzt der Medizinischen Klinik 2
Hämatologie und Onkologie
Direktor des Universitären Centrums für Tumorerkrankungen (UCT)
Universitätsklinikum Frankfurt
Theo­dor-Stern-Kai 7
60590 Frank­furt/Main
Telefon.: 069 6301 87333
Fax: 069 6301 83833
E-Mail: info-uct@kgu.de
Weitere Infos: www.uct-frankfurt.de/

Dr. med. Martin Sebastian
Oberarzt der Medizinischen Klinik 2
Hämatologie und Onkologie
Theo­dor-Stern-Kai 7
60590 Frank­furt/Main
Telefon: 069 6301 0
Fax: 069 6301 6567
E-Mail: info@kgu.de
Weitere Infos: www.kgu.de/einrichtungen/kliniken/zentrum-der-inneren-medizin/medizinische-klinik-ii-haematologie-onkologie-haemostaseologie-rheumatologie-infektiologie/

Ende der weiteren Informationen

Zielgerichtete Therapien

Videobeitrag

Video

zum Video Bessere Chancen gegen Krebs - Zielgerichtete Therapien (1)

Ende des Videobeitrags

In Deutschland hört in jeder Minute ein Mensch die Diagnose: "Sie haben Krebs" –Knapp eine halbe Million Bundesbürger trifft es pro Jahr, die Diagnose stürzt Betroffene und Angehörige zunächst in tiefe Verzweiflung. Weil Krebs noch immer mit Unheilbarkeit in Verbindung gebracht wird. Das aber stimmt so längst nicht mehr. Seit Jahren ist die Krebssterblichkeit in Deutschland rückläufig, Weil es immer bessere Früherkennungsmethoden gibt. Dank besserer Therapien kann bei vielen der Krebs sogar geheilt werden. Und selbst wenn das nicht möglich ist, gibt es Behandlungen, durch die der bösartige Tumor oft über Jahre in Schach gehalten wird. [mehr]

Immuntherapie

Videobeitrag

Video

zum Video Immunsystem gegen Krebs aktivieren

Ende des Videobeitrags

Bei anderen neuen Behandlungsstrategien ist das Ziel, den Krebs wieder für das Immunsystem sichtbar und erkennbar zu machen. Damit dann das patienteneigene Abwehrsystem die Krebszellen bekämpft und in Schach hält. Zunächst aber mussten die Wissenschaftler herausfinden, warum unser sonst so gut funktionierendes Immunsystem für das Krebswachstum „blind“ ist: Krebszellen verändern sich so lange, bis sie sich von außen kaum von normalen Zellen unterscheiden – der Prozess heißt Immun-Editing. [mehr]

Weitere Informationen

Kontakt

Deutsches Krebsforschungszentrum
Krebsinformationsdienst
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
Tel: 0800 4203040
täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr, innerhalb Deutschlands sind Anrufe gebührenfrei.
E-Mail: krebsinformationsdienst@dkfz.de
Weitere Infos: www.krebsinformationsdienst.de/

Hessische Krebsgesellschaft e.V.
Schwarzburgstraße 10
60318 Frankfurt am Main
Tel: 069 21 99 08 87
Fax: 069 21 99 66 33 
E-Mail: info@hessische-krebsgesellschaft.de
Infos unter: www.hessische-krebsgesellschaft.de

Deutsche Krebsgesellschaft e. V.
Kuno-Fischer-Straße 8
14057 Berlin
Telefon.: 030 322 93 29 0
Fax: 030 322 93 29 66
E-Mail: service@krebsgesellschaft.de
Infos unter: www.krebsgesellschaft.de/

Stiftung Deutsche Krebshilfe
Buschstr. 32
53113 Bonn
Tel.: 02 28 / 7 29 90-0
Fax: 02 28 / 7 29 90-11
E-Mail: deutsche@krebshilfe.de
Infos unter: www.krebshilfe.de

Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Links

Der Krebsinformationsdienst hat umfassende Informationsseiten, die sich an Interessierte, Betroffene und Angehörige richtet. Hier gibt es ausführliche Informationen zu den einzelnen Tumorarten, zu den Therapiemöglichkeiten, zum Leben nach der Akutbehandlung und was dann wichtig ist. Es gibt zudem eine Vielzahl an Adressen, Tipps dazu, wie man gute und richtige Ansprechpartner findet und eine Vielzahl an Links zum gesuchten Thema und zu kostenlosen Broschüren.
Dort gibt es auch ausführliche, laienverständliche Informationen zu den neuen zielgerichteten Behandlungsmöglichkeiten bei der Krebstherapie. Der Informationsdienst wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Tiefergehende Informationen zu den neuen Krebstherapiemöglichkeiten bietet auch die Deutsche Krebsgesellschaft auf ihren Infoseiten.

Die "Blauen Ratgeber" sind Informationsbroschüren, die die Deutsche Krebshilfe seit vielen Jahren kostenfrei herausgibt. Es gibt sie zu ganz vielen unterschiedlichen Krebsarten, aber auch zu Themen wie Sport und Ernährung bei Krebs, wie man Sozialleistungen beantragt, es gibt den Ratgeber "Hilfen für Angehörige" und einen Ratgeber zu „Kinderwunsch bei Krebs“ oder Palliativmedizin.

Die Hessische Krebsgesellschaft bietet in sechs psychosozialen Beratungsstellen mit zusätzlich noch vier Außenstellen eine individuelle und kostenfreie Beratung durch Psychoonkologinnen/en, also speziell für Menschen mit Krebs ausgebildete Psychologen und Psychotherapeuten. In dringenden Fällen können Termine hierzu auch kurzfristig vereinbart werden

In der "Weissen Liste" können Sie kompetent, unabhängig und verständlich Gesundheitsanbieter und Informationen über Leistungen suchen. Auch beispielsweise seit 2016 zertifizierte Tumorzentren. Die Patienten sind aufgefordert, die Ärzte und Kliniken nach der Behandlung bzw. nach dem Aufenthalt zu bewerten.

Ende der weiteren Informationen


Moderation: Anne Brüning
Autorin: Eva Maria Siefert
Sendung: hr-fernsehen, "service: gesundheit", 14.02.2019, 18:50 Uhr