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zum Video Trainingsgerät für die Schulter

Wie sehr wir auf die gute und gesunde Funktion unserer Schultern angewiesen sind, lässt sich an ganz vielen Alltagsbewegungen erkennen: Pullover oder Jacke anziehen, ein Schraubglas oder eine Mineralwasserflasche aufdrehen oder einfach nur die Kaffeetasse halten - bei jeder dieser Bewegungen wird neben Hand und Arm auch die Schulter beansprucht und gefordert.

Wütet hier aber eine Entzündung, hat sich Kalk abgelagert oder wurden bei einem Sturz Sehnen verletzt, sind solche Bewegungen schmerzhaft oder gar unmöglich.

Der komplexe Bauplan unserer Schulter

Brustwirbelsäule, Brustbein, Schulterblatt, Schlüsselbein und der Oberarmknochen bilden miteinander in der Schulter insgesamt fünf Gelenke. Damit der Oberarmkopf nicht nach oben aus dem Gelenk springt, bilden Schlüsselbein und zwei knöcherne Ausziehungen des Schulterblattes, das Acromion (übersetzt: Schulterhöhe) und der sogenannte Rabenfortsatz eine Art Gelenkdach. An allen Gelenken gewährleisten bindegewebige Bänder Stabilität und Beweglichkeit. Diese Konstruktion macht aber unsere Schulter auch anfällig: Bei einem Sturz auf den gestreckten Arm können Bänder reißen. Auch das Anheben schwerer Gewichte kann ähnliche Folgen haben.

Viele Möglichkeiten für "Sand im Getriebe"

Wesentlich für die Funktion unserer Schulter ist eine Vielzahl unterschiedlicher Muskelgruppen. Zu ihnen gehören der große Brustmuskel und der große Rückenmuskel und einige kleine Muskeln, die unterhalb des Schulterblattes oder vom Rabenfortsatz zum Oberarmkochen ziehen. Diese Muskeln ermöglichen uns, den Arm an den Körper heranzuziehen, ihn nach innen oder außen zu drehen oder hinter und vor unseren Körper zu bewegen. Mit diesen Muskeln alleine aber könnten wir niemals den Arm über den Kopf anheben. Dafür sorgen beispielsweise der Deltamuskel an der Außenseite des Oberarms und die Muskeln der sogenannten Rotatorenmanschette, die wesentlich für die Armdrehung nach innen und außen ist. Die kleine Anatomie-Beschreibung lässt erahnen, wie komplex und gleichzeitig störanfällig unsere Schultern sind.

Schmerzen und Bewegungseinschränkungen

Erste Hinweise auf Schulterprobleme sind sogenannte Übermüdungen, beispielsweise wenn Sie bei Überkopfarbeiten früher als sonst eine Pause machen müssen. Später kommt ein Ziehen und/oder Druckgefühl in der Schulter hinzu. Ein leichter Schmerz, der oft in den Oberarm zieht. Sehr oft sind die Schmerzen heftiger in Ruhe oder beim Liegen auf dem Rücken. Je stärker die Beschwerden werden, umso mehr wird der Betroffene Schulterbewegungen vermeiden, zunehmend lässt sich der Arm nicht mehr heben. In Arm und Hand fehlt die Kraft. Typisch auch, dass beispielsweise der Arm nicht mehr vollständig nach oben gestreckt werden kann, die Hand nicht mehr den Nacken erreicht oder starke Schmerzen verhindern, dass hinter dem Rücken eine Schürze gebunden werden kann. Genau darauf achtet der Arzt bei der ausführlichen Untersuchung, denn die Fehlfunktion gibt ihm Aufschluss, welche Muskelgruppen oder Bestandteile der Schulter betroffen sein könnten.

Kalk, Risse, zu wenig Platz - Ursachen von Schulterschmerzen

Bei Schulterschmerzen diagnostizieren Ärzte sehr häufig eine >Periarthropathia humeroscapularis<, kurz PHS. Klingt fachmännisch, aber dieser Medizinbegriff heißt wörtlich übersetzt nichts anderes als „Leiden um das Schulter-Arm-Gelenk herum“ und beschreibt nur die Beschwerden. Die Ursachen für ein PHS sind vielfältig. Am häufigsten handelt es sich um ein sogenanntes Impingement-Syndrom(auch Engpasssyndrom), verursacht durch eine Einengung zwischen Schulterdach und Oberarmknochen. Begleitend entwickelt sich dann oft auch eine Schleimbeutelentzündung. Auch ein Knochensporn als Folge der fehlerhaften Reparatur unseres Körpers kann die Beschwerden weiter verschlimmern. Durch die Einengung im Gelenk entsteht Druck, und dadurch kommt es bei Bewegungen zu kleinsten Muskeleinrissen, die den Muskel auf Dauer schwächen. Als Folge kann dieser bei leichteren Traumata oder sogar „normalen“ Bewegungen einreißen (Riss der Rotatorenmanschette).

Kalkschulter - Frauen besonders oft betroffen

Die Kalkschulter (syn. Tendinosis calcarea) tritt meist nach Überlastungen, Fehlhaltungen oder im Zuge eines Impingement-Syndroms auf. Dabei wird das Gewebe der Schultersehnen in derben Faserknorpel umgewandelt, der dann durch fehlerhafte Reparaturprozesse verkalkt. Besonders oft betroffen sind Sportler, deren Sportart zu einer „Über-Kopf-Abnutzung“ führt, z. B. Basket-, Hand- oder Volleyball, Tennis oder Golf. Und eben Frauen zwischen 20 und 50 Jahren. Am häufigsten zeigen sich bei ihnen die Verkalkungen an der Sehne des Supraspinatus-Muskels. Warum Frauen hier besonders betroffen sind, ist noch nicht geklärt.

Üben unter Anleitung

Unabhängig von der Ursache des Schulterschmerzes ist die Krankengymnastik: die wesentliche Säule jedweder Behandlung – sowohl wenn "nur" konservativ behandelt wird, als auch, wenn operiert wird. Mit der Physiotherapie sind sowohl passive Übungen möglich als auch eine Aktivierung bis an die Schmerzgrenze. Wesentlich gerade bei der Schulter ist, dass die Krankengymnastik auch eine Anleitung zum regelmäßigen eigenem Üben beinhaltet, zumal die Genesungszeit auch bei optimalem Verlauf mehrere Wochen bis Monate dauern kann. Da meist ja nur ein bis zwei Halbstundentermine Physiotherapie pro Woche möglich sind, sollten Patienten also täglich nach – möglichst schriftlichen - Anweisungen zu Hause selbst üben. Am besten vor einem Spiegel, um fehlerhafte Ausführungen der Übungen zu vermeiden.

Hilfe fürs Schultertraining

Genau hier setzt das von "service: gesundheit" vorgestellte Trainingsgerät für die Schulter an. Durch den bogenförmigen Aufbau wird die Schulter in eine optimale Haltung gebracht, aus der heraus dann die umgebenden Muskeln trainiert werden können. Zudem kommt es zu keinerlei Einengungen im Gelenk, so dass auch bei Schleimbeutelentzündungen im Anfangsstadium durch das Training mit dem Gerät eine Besserung der Beweglichkeit und damit auch der Schmerzen erreicht werden kann. Bei ausgeprägten Schmerzen und schwerwiegenden Bewegungseinschränkungen sollte jedoch vor dem eigenen Training ein Arzt aufgesucht werden. Denn dann müssen mittels bildgebender Verfahren wie Röntgen und vor allem einer Kernspintomografie (MRT) schwerwiegende Verletzungen ausgeschlossen werden. Auch, ob die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen nur mithilfe einer Operation zu behandeln sind.

Weitere Informationen

Links

Mehr Informationen zur im Film vorgestellten Schulterhilfe unter:
www.schulterhilfe.de/

Weitere Internetlinks:

  • www.test.de/Schulterschmerzen-Eigentherapie-1074617-2074617/

Gute Übersichtsseite der Stiftung Warentest zum Thema Schulterschmerz. Schön und wirklich gut sind vor allem die Übungsbeispiele. Leider ist das Testheft, in dem der Artikel erschienen ist, aus dem Jahr 2003. Allerdings sind die Informationen auch heute noch gültig.

  • www.schulter-krankheiten.de/

Werbefreie, privat geführte Seite (DiamondWeb) mit umfassenden Informationen zu den verschiedensten Schultererkrankungen und unfallbedingten Verletzungen.

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Weitere Informationen

Experte im Film

Daniel Schnürer
Physiotherapeut
MFT Medizinisches Fitnesstraining
Grüneburgweg 12
60322 Frankfurt am Main
Telefon: 069 95 90 9959
E-Mail: info@mft-frankfurt.de
Web: www.mft-frankfurt.de

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Sendung: hr-fernsehen, "service: gesundheit", 26.04.2018 18:50 Uhr