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zum Video Trockene oder fettige Kopfhaut: Was hilft

An trockener und juckender Kopfhaut leiden viele Menschen. Ursache können Hautpilze oder Schuppenflechte sein. Deshalb: halten die Beschwerden länger als sechs Wochen an, sollte man ärztlichen Rat einholen.

Aufbau und Funktionen der Kopfhaut

Die Kopfhaut ist aus mehreren Schichten aufgebaut:

  • Die Oberhaut schützt vor äußeren Umwelteinflüssen.
  • Das Bindegewebe der darunter liegenden Lederhaut gibt der Oberhaut Halt und Form.
  • Die Unterhaut dient als zusätzliches Schutzpolster und Nährstoffdepot.
  • In den einzelnen Schichten sind Haarwurzeln, Nerven, Talg- und Schweißdrüsen verankert.


Alle vier Wochen erneuert sich die Kopfhaut. Sie schützt den Schädel und ist an der Regulation der Körpertemperatur beteiligt. Die Talgproduktion unterstützt die Abwehr von Krankheitserregern.

Ursachen für trockene Kopfhaut

Bei trockener Kopfhaut produzieren die Talgdrüsen zu wenig Talg und Nährstoffe. Es fehlen Fett und Feuchtigkeit, so dass vermehrt Zellen absterben. Diese sind in der Regel klein und weiß und lösen sich leicht von der Kopfhaut. Ursachen für trockene Kopfhaut sind beispielsweise trockene Heizungsluft, Allergien gegen Haarpflegemittel oder hormonelle Veränderungen.

Pflege bei trockener Kopfhaut
Bei trockener Kopfhaut sollte man kein Anti-Schuppen-Shampoo verwenden. Empfehlenswert ist eine Pflege mit milden Tensiden aus Zucker oder Kokos, rückfettenden Lipiden oder den Wirkstoffen Panthenol und Urea.

Meiden sollten Sie Tenside wie Sodium Laureth Sulfat: Sie schäumen stark und reizen die Kopfhaut. Besser sind Baby-Shampoos, die meist milde Tenside und nur wenige waschaktive Substanzen enthalten.

Das tut Ihren Haaren gut
Das Shampoo sollte mindestens drei Minuten auf Haar und Kopfhaut einwirken. Das Wasser zum Ausspülen sollte nicht zu heiß sein. Einen Föhn sollte man auf niedrige oder mittlere Temperatur einstellen und nicht zu dicht an den Kopf halten. Für trockene Kopfhaut ist es besser, wenn die Haare an der Luft trocknen.

Eine Ölkur tut trockener Kopfhaut gut. Dafür eine kleine Menge Oliven- oder Jojobaöl auf die Kopfhaut geben, einmassieren und über Nacht einwirken lassen.

Eine Haarkur lässt sich aus Olivenöl, Eigelb und Honig herstellen. Das Öl enthält Fett für die trockene Kopfhaut, das Eigelb Proteine. Der Honig wirkt leicht antiseptisch und spendet Feuchtigkeit. Die Haarkur sollte 15 Minuten einwirken.

Hautpilz durch fettige Kopfhaut
Bei fettiger Kopfhaut produzieren die Talgdrüsen zu viel Fett und Nährstoffe. Dadurch bilden sich größere, meist gelbliche Schuppen, die sich nicht so leicht von der Kopfhaut lösen. Bei fettiger Kopfhaut können sich Pilze ansiedeln. Zum Beispiel wandeln verschiedene Hefepilze das Fett in aggressive Fettsäuren um. So entstehen noch mehr Schuppen und Rötungen.

Pflege bei fettiger Kopfhaut
Bei diesen Beschwerden helfen Anti-Schuppen-Shampoos mit Wirkstoffen wie Zinkpyrithion, Climbazol oder Salicylsäure. Zu Beginn der Therapie sollte das Shampoo dreimal in der Woche angewendet werden. Hat sich die Schuppenproduktion zurückgebildet, ist eine Anwendung innerhalb von ein bis zwei Wochen ausreichend.

Zusätzlich kann frischer Zitronensaft helfen, den pH-Wert der fettigen Kopfhaut zu regulieren. Dafür einfach eine Zitrone auspressen, den Saft in die Kopfhaut einmassieren und zehn Minuten einziehen lassen. Anschließend mit einem milden Shampoo ausspülen. Statt Zitronensaft kann man auch schwarzen Tee oder Teebaumöl verwenden.

Autorin: Anna Schubert
Sendung: hr-fernsehen, "service: gesundheit", 21.03.2019, 18:50 Uhr