Schon die Anreise per Schiff entzückt. Nur eine Stunde von der toskanischen Küste entfernt liegt die Insel Elba im Thyrrenischen Meer. Schon die Römer und Etrusker schätzten das milde Klima der Insel.

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Malerische Küste von Pomonte.

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Elba ist die größte Insel des Nationalparks Toskanischer Archipel, der 1996 gegründet wurde und zu dem noch die Inseln Giglio, Giannutri, Capraia, Pianosa, Montecristo und Gorgona gehören. Der Nationalpark ist die größte marine Schutzzone dieser Art in Europa und somit gehört Elba, gemeinsam mit den anderen sechs Inseln, zum absoluten Highlight im Tyrrhenischen Meer!

Kurz und bündig

Anreise mit dem Auto: Mit dem Auto sind es von Kassel nach Piombino auf der kürzesten Strecke knapp 1.190 Kilometer, ab Frankfurt rund 1.050.

Maut: Der Preis für die Schweizer Jahresvignette beträgt 36,50 Euro und für die Maut der italienischen Autobahn werden etwa 7 Euro pro 100 Kilometer fällig.

Fähre: Von Piombino aus gibt es täglich etwa 100 Fährverbindungen nach Elba. Je nach Strecke und Schiffstyp dauert die Überfahrt zwischen 30 Minuten und einer Stunde. Der Preis für eine Hin- und Rückfahrt liegt für 2 Personen mit Auto je nach Saison zwischen etwa 130 und 200 Euro. Infos unter: https://www.directferries.de/elba.htm

Bahn: Mit dem Sparpreis Europa der Deutschen Bahn kostet eine Hin- und Rückfahrt von Frankfurt nach Piombino Marittima rund 280 Euro, mit dem Flexpreis knapp 490 Euro. Infos unter: www.bahn.de

Preise: Ein Cappuccino kostet 2,50 Euro, ein Mineralwasser: 1,50 Euro, ein Glas Weißwein 3 Euro und ein Panini: 4,50 Euro.

Weitere Informationen

Weitere Reiseinformationen

Italienische Zentrale für Tourismus ENIT
Barckhausstrasse 10
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 237434
E-Mail: frankfurt@enit.de
Internet: www.enit-italia.de
Weitere Infos unter: www.visittuscany.com, www.infoelba.net

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Top-Tipp der Film-Autorin

Allen, die sich für unsere vorgestellte Wanderung zur Madonna del Monte entscheiden, möchte ich eine Autofahrt entlang der Westküste ans Herz legen. Auf der spektakulären Straße oberhalb einer steil abfallenden Küstenlinie, erwarten Sie beeindruckende Blicke aufs Meer tief unten. Wer hier am Abend unterwegs ist, erlebt als Zugabe noch einen Sonnenuntergang über dem Meer –
einfach wunderschön!

Aktuelle Informationen

Hotelpreise: Auf Elba kostet ein Standard-Doppelzimmer für 2 Personen inklusive Frühstück in einem 2-Sterne-Hotel je nach Saison zwischen 50 und 150 Euro, in einem 3-Sterne-Hotel zwischen 80 und 220 Euro und in einem 4-Sterne-Hotel zwischen 80 und 420 Euro. Während der Hochsaison beträgt der Mindestaufenthalt in einigen Hotels zwischen 5 und 14 Nächten.

Tauchen: Durch die Vielfalt der Meeresgründe ist die Insel ein abwechslungsreiches Tauchziel. Es gibt zahlreiche Tauchzentren mit qualifiziertem Personal und ausreichend Equipment, so dass versierte Taucher sich hier vor Ort ihre Ausrüstung zusammenstellen können. Für Anfänger bietet sich der Kurs Open Water Diver an. Er beinhaltet 4 Tauchgänge und kostet mit kompletter Leihausrüstung etwa 360 Euro.

Wandern: Über die offizielle Webseite des Nationalparks ‘Toskanischer Archipel‘ kann das Kartenmaterial des Parks als App kostenlos heruntergeladen werden. Es enthält alle Wanderwege der Insel und ist in den Sprachen Italienisch, Deutsch und Englisch verfügbar.

Weitere Informationen

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www.islepark.it/visitare-il-parco/mappe-dei-sentieri

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Portoferraio               

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Auf Elba angekommen, begrüßt uns die Inselhauptstadt Portoferraio mit ihren drei mächtigen Festungen und dem großen Wachturm im Hafen. Römer und Medici nutzten sie gleichermaßen als Bastion im Mittelmeer. Ins Zentrum der Stadt gelangt man durch das Stadttor. Obwohl Elba eine echte Ferieninsel ist, sieht man es diesem sympathischen und bodenständigen Portoferraio nicht an.

Wir begeben uns auf die Spuren von Napoleon Buonaparte, der nach seiner Abdankung als Kaiser hier auf der Insel elf Monate als Fürst von Elba residierte. Mit einem Traumblick aufs Meer lebte er gemeinsam mit seiner Mutter und Schwester in der Villa dei Mulini. Im Februar 1815 verließ der Korse die Insel wieder, die Menschen trauerten ihm lange nach. Die Erinnerung an ihn wird auch heute noch wach gehalten, und so findet alljährlich am 5. Mai in Portoferraio eine Messe für Napoleon statt.

Seine ehemalige Villa ist heute ein Nationalmuseum. Eintrittspreise: Das Einzelticket kostet 5 Euro, reduziert 2,50 Euro.

Weitere Informationen

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Villa dei Mulini
Piazzale Napoleone
57037 Portoferraio LI, Italien
Telefon: +39 0565 915846
Infos unter: www.infoelba.net/insel-elba/sehenswuerdigkeiten/museen/villa-dei-mulini/

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Am Ende unseres kleinen Stadtbummels kehren wir in der Pizzeria Il Castagnacciaio ein, dem ältesten Lokal von Portoferraio. Die Spezialität des Hauses ist Cecina, auch Torta di Ceci genannt, eine Art Pfannkuchen aus Kirchererbsenmehl, Wasser, Salz und Öl, der auf riesigen Blechen im Holzofen gebacken wird. Im Laden der Brüder Mangino ist diese Tradition bereits über einhundert Jahre alt.

Weitere Informationen

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Pizzeria Il Castagnacciaio
Via del Mercato Vecchio 5
57037 Portoferraio LI, Italien
Telefon: +39 0565 915845
E-Mail: manginovincenzo@libero.it
Infos utner: www.ilcastagnacciaio.com/

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Wandern

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Im Oktober, wenn die Sommersaison zu Ende ist, präsentiert sich die Insel tiefenentspannt. Jetzt sind die Temperaturen gemäßigt. Neben dem Frühling ist es die perfekte Zeit, um zu erlebnisreichen Wandertouren aufzubrechen. Zwischen Bergen, Meer und hübschen Dörfern geht es über alte Maultierpfade, Forstwege und neu angelegte Wanderwege. Die „Große Überquerung“ beginnt im nordöstlichen Cavo und endet nach 72 Kilometern im westlichen Pomonte. Geübte und ambitionierte Wanderer schaffen die Inselüberquerung in drei Tagesetappen.

Wir sind mit Wander- und Mountainbike-Führer Michele auf einem alten Pilgerweg unterwegs. Seinen aufmerksamen Augen entgeht nichts, so dass er uns die Flora und Fauna der Insel auf unserer kleinen Tour näher bringt. Unser erster Stopp liegt an der Straße, auf dem Weg über die zentrale Bergkette am Pisaner Turm, einem Wachturm aus dem 11. Jahrhundert. Zwischen den Granitfelsen wachsen wilder Fenchel und eine heimische Minze mit Namen Nipitella. Weiter geht es durch den Bergwald von der Süd- auf die Nordseite der Insel. Gleich unterhalb des höchsten Inselberges verläuft ein alter Kreuzweg, den auch Napoleon nutzte, wenn er Ruhe suchte. Das Ziel der Pilger ist die Kirche Madonna del Monte, eine der ältesten Kirchen der Insel. Fromme Elbaner besuchen alljährlich am 15. August die Wallfahrtskirche, um hier eine Messe zu feiern.

Für eine kurze Rast kehren wir in der ‘Osteria Del Noce‘ im Bergdorf Marciana ein und genießen von deren Terrasse aus den herrlichen Blick auf die Küste, um uns dann gestärkt auf die letzte Etappe zu machen: auf einen Wanderweg direkt an der Küste unmittelbar entlang des Wassers.

Weitere Informationen

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Osteria Del Noce
Via della Madonna 14
57030 Marciana / Isola d'Elba
Telefon: +39 0565 901284
E-Mail: info@osteriadelnoce.it
Infos unter: www.osteriadelnoce.it

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Wander- und Mountainbiketouren bietet Michele den Gästen des Campingplatzes Valle Santa Maria bei Lacona an.

Weitere Informationen

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Camping Appartamenti Valle Santa Maria
Via del Mare 91
Località Lacona
Capoliveri Isola d’Elba
E-Mail: info@vsmaria.it
Infos unter: www.vsmaria.it/de

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Kochen

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Genussfreudig schauen wir Irene und Emilio bei einem ihrer Kochkurse über die Schulter, während sie ihren Gästen die Küche Elbas näher bringen. Pecorino-Käse von glücklichen Schafen und typische Gerichte mit Meeresfrüchten stehen bei den beiden immer auf dem Speiseplan. Für uns bereitet Koch Emilio als Vorspeise Tintenfisch zu, Omelett mit Zucchini, Kartoffeln und Fenchel, der Hauptgang besteht aus Spaghetti mit Miesmuscheln in Tomatensauce. Der feine Geschmack wird durch die vielen Kräuter vom Wegesrand, sowie Fenchel und Portulak, abgerundet.

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CASA DEL SORBO
Via della Santa Maria, 20 9B
Loc. Lacona - 57031 Capoliveri (LI)
Isola d'Elba, Italien
Telefon: +39 0565 964 209
Mobil: + 39 349 174 7023
Infos unter: http://casadelsorbo.ch

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Rezepte von Irene und Emilio:

Mine Rio Marina

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Unsere letzte Etappe auf der Insel beginnt am Terranera Strand, an dem man auf Relikte der Minengeschichte stößt. Bild © hr

Unsere letzte Etappe auf Elba liegt im Osten der Insel und beginnt am Strand von Terranera, an dem wir auf monströse Relikte der Minengeschichte Elbas treffen. ‘Zeitzeugen‘ einer langen Bergbaugeschichte, denn auf der Insel wurde mehr als 2000 Jahre lang Eisenerz abgebaut. 1981 wurde die letzte Mine geschlossen und in Rio Marina, wo große Minen betrieben wurden, liegen heute Segelboote anstelle von Transportschiffen im Hafen. In die ehemaligen Lokschuppen sind mittlerweile Bars eingezogen.

Im Zentrum des Dorfes befindet sich ein Museum mit einer beeindruckenden Mineraliensammlung und einem nachgebauten Minenschacht, der deutlich macht, unter welchen Umständen tausende Elbaner schuften mussten. Mit einem Hammer bewaffnet dürfen Neugierige an einer Führung zu den verwaisten Abbauhalden teilnehmen. Der Eintritt ins Museum kostet 2,50 Euro.

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Museo Minerario
Rio Marina
Palazzo del Burò, via Magenta 26
Isola d'Elba, Italien
Infos unter: https://www.parcominelba.it

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Literaturtipp

Elba
Baedeker Verlag
ISBN: 978-3-8297-1849-3
19,99 Euro

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Infoblatt: Carmen Kallendrusch

Moderation: Anne Brüning

Sendung: hr-fernsehen, "service: reisen", 05.02.2019, 18:50 Uhr