Rätselhaft anmutenden Steinformationen
Fast wie in Stonehenge: rätselhaft anmutenden Steinformationen Bild © Imago Images

Die steinreichen Felder Menorcas brachten die Steinschleuderer hervor, die "Baleares" genannt werden. Und somit heißt die Inselgruppe "Inseln der Steinschleuderer". Die Trockenmauern als Feldbegrenzung prägen das Landschaftsbild der Insel und auch sie sind ein Teil des Biosphärenreservats – diese Struktur soll erhalten bleiben.

Geheimnisvolle Riesensteine, hinterlassen von einem schriftlosen Volk. Die Talaiot-Kultur, wie sie auf den Balearen genannt wird, verschwand erst als die Römer die Inseln im zweiten Jahrhundert vor Christus eroberten. Auf Menorca gibt es die meisten Spuren dieser frühen Bewohner.

Ganz besonders gut erhalten ist die Kultstätte im Dorf Torralba d'en Salort. Fünf Meter ragt die "Taula", der Monolith, in den Himmel.

In Torralba steht die größte "Taula", die noch am Stück erhalten ist. Der Mittelpunkt des Tempels besteht aus zwei riesigen Steinstücken, die ein T bilden. Das senkrechte Teil wiegt etwa 13 Tonnen, der Quader oben drauf etwa 9 Tonnen.

Weitere Informationen

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Carr. Alaior a Cala en Porter, km 3
07730 Alaoir, Islas Baleares, Spanien
Tel.: +34 655 42 44 36

Öffnungszeiten:
Sonntag und Montag 10.00 – 13.00 Uhr und 15.00 – 18.00 Uhr
Dienstag bis Samstag 10.00 – 13.00 Uhr und 15.00 – 18.00 Uhr

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Der südliche Abschnitt des Pferdewegs auf Menorca führt auch in die steinerne Vergangenheit der Insel. Hier sehen die Felsen aus wie Schweizer Käse. Sie beherbergen Jahrtausende alte Grabhöhlen. Dieser Ort wird "Buchten der Höhlen" bzw. "Cales Coves" genannt. Die Nekropole Cales Coves besteht aus knapp 100 natürlichen und artifiziellen Bestattungshöhlen. Sie befinden sich etwa 10 Kilometer von Alaior entfernt.

Filmautorin: Dagmar Hase

Sendung: hr-fernsehen, "service:reisen", 05.03.2019, 18:50 Uhr