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Auf einem Spaziergang im Dezember 1993 entdecken Studenten einen Spalt in der Erde. Darunter verbarg sich das größte Höhlensystem Hessens und eines der bedeutendsten Deutschlands. In einer Tiefe von 92 Metern erstreckt sich ein Gangsystem über eine Länge von mehr als elf Kilometern.

Seit 10 Jahren dürfen auch Besucher zumindest in einen Teil der riesigen Höhle. Alle Tropfsteine sind prachtvoll mit LED beleuchtet. Sie wachsen in allen Formen und Farben aus Decke und Boden. Mit viel Fantasie entdeckt so mancher Besucher sogar den "Fürst der Finsternis"‚ das "lächelnde Höhlenteufelchen".

Gemeinsam mit Bernhard Matzok und Bettina Metz, den ortskundigen Führern, kann man sich auf eine Expedition in die Vor- und Frühgeschichte begeben. 125 Treppenstufen führen die Besucher hinab in die "Knöpfchenhöhle", benannt nach der Form der Tropfsteine. Viele Nebengänge sind allerdings noch völlig unerforscht und dürfen deshalb nicht betreten werden. Hier liegen Relikte der Vergangenheit: Knochen von etwa 1000 Tieren. Wahrscheinlich sind es die Beutetiere von einem imposanten Raubtier, das fast vier Meter groß war. Seinen versteinerten Fußabdruck hat der Höhlenbär jedenfalls hinterlassen und noch weitere Spuren zeugen von seiner früheren Anwesenheit, denn er hatte die Höhe als Quartier für seinen Winterschlaf genutzt. Um sich in der völligen Dunkelheit zu orientieren, lief er dicht entlang an den Felswänden und hat diese mit seinem zotteligen Pelz über viele Jahre hinweg blank geschliffen. Wissenschaftler sprechen auch vom "Bärenschliff".

Die Höhle offenbart in jedem Winkel verblüffende Ansichten. Ein Kristallrasen beginnt im UV-Licht der Höhlenführer geheimnisvoll zu funkeln. Nach knapp zwei Stunden voller imposanter Eindrücke geht es für die Besucher wieder hoch ans Tageslicht. Und auch wenn die vielen Treppenstufen anstrengen, ist es ein beeindruckendes Erlebnis für Jung und Alt.

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Infos unter: www.schauhöhle-breitscheid.de

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Sendung: hr-fernsehen, "service: trends", 02.01.2018, 18:50 Uhr