Svenja Beck erlebte 5 Jahre lang häusliche Gewalt. Nun macht sie ihr Martyrium öffentlich. Warum dulden und rechtfertigen die Opfer den psychischen Druck und die Gewaltexzesse? Sie macht anderen Mut, sich aus der Gewaltspirale zu befreien und will, dass häusliche Gewalt und Femizide kein Tabuthema mehr sind. Die junge Buchhalterin und Mutter dreier Kinder hat sich ein neues Leben aufgebaut und ist zu einer wichtigen Person im Kampf gegen Partnerschaftsgewalt geworden.

„Wenn ich es wirklich überlebe, dann werde ich anderen Menschen helfen, da raus zu kommen.“ Svenja Beck hat eine Mission. Lange hatte sie gebraucht, die Kraft zu finden, sich von ihrem gewalttägigen Partner zu trennen. Geblieben sind Narben und Erinnerungen an die traumatisierende Brutalität bis hin zu den beiden Femizid-Versuchen. Daraus entwickelt hat sich der feste Wille, dieses Martyrium öffentlich zu machen und aufzuzeigen, wie es zu dem psychischen Druck und den Gewaltexzessen kommt.

Sie will den Opfern Mut machen, sich zu trennen. Sie ist auf Facebook und YouTube unterwegs, tritt bei Veranstaltungen auf, hat eine Selbsthilfegruppe aufgebaut. Sehr wichtig ist ihr aber auch, dass sich in Politik und Gesellschaft etwas ändert, denn es gibt noch zu wenig Hilfe für die Betroffenen.

Die junge Buchhalterin und Mutter von drei Kindern hat sich ein neues Leben aufgebaut und ist zu einer wichtigen Person im Kampf gegen Partnerschaftsgewalt geworden. Svenja Beck erzählt aus ihrem Leben, aus der Leidenszeit und wie sie die Kraft findet, weiterzuleben und weiterzukämpfen – und lässt uns daran teilhaben.

Ein Film von Antonella Berta
Sendung: hr-fernsehen, 06.05.2021, 21:45 Uhr