Der zweiteilige Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des Ordens der Brüder vom Deutschen Haus Sankt Mariens in Jerusalem und damit auch die Geschichte der Beziehungen von Deutschen und Polen. Mit dem Begriff Kreuzritter sind vor allem die missionarischen Kreuzzüge ins Heilige Land verbunden.

Weniger bekannt ist die Rolle des Deutschen Ordens bei der Gründung eines mächtigen und vor allem wirtschaftlich erfolgreichen Staates im Osten Europas. Die Marienburg, südlich von Danzig, war der Sitz des Hochmeisters und gilt heute als Symbol des Deutschordensstaates. Der päpstliche Auftrag des Ordens war nach dessen Niederlage in Palästina die Missionierung von heidnischen Völkern im heutigen Baltikum. Das aber reichte den Mönchen nicht. Sie gründeten einen Staat. Wie aber haben es ein paar hundert Ordensritter geschafft, daraus eine politische und militärische Großmacht zu bilden, die sich mehr als zwei Jahrhunderte lang gegenüber den zahlenmäßig überlegenen Nachbarn Polen und Litauen behaupten konnte?

Sendung: hr-fernsehen, "Unter schwarzem Kreuz - Der Deutschritterorden", 23.06.2021, 09:20 Uhr