Alles, nur nicht alte Menschen waschen und sauber machen müssen: Das war das Mantra von Reporter Martin Rieck, als er vor zwanzig Jahren seinen Zivildienst antreten musste. Nun will er über seinen eigenen Schatten springen und für sieben Tage als Pfleger im Seniorenzentrum St. Markus in Hamburg arbeiten.

Er möchte wissen: Wie viel Leid nimmt man als Pfleger mit nach Hause? Und wie ist es, jeden Tag mit der Vergänglichkeit des Lebens konfrontiert zu werden? Der Pflegeberuf hat ein schlechtes Image: geringe Bezahlung, Schichtarbeit und chronische Unterbesetzung. Bleibt unter diesen Bedingungen überhaupt noch genügend Zeit, auf die Senioren einzugehen, wenn der Tagesplan extrem eng getaktet ist?

Martin Rieck muss den Pflegebedürftigen Haare kämmen, ihren Körper waschen, Frühstück verteilen und auch mal die Hand von Frau Schick nehmen, wenn ihr Herz mal wieder schmerzt und sie spazieren gehen möchte. Auch am Silvesterabend hat Martin Schicht. Die Feier im Pflegeheim beginnt bereits um 17 Uhr, denn die meisten Senioren sind zum Jahreswechsel schon im Bett. Was wünscht man sich vom neuen Jahr, wenn man am Ende seines Lebens steht?

Ein berührender Film von Stephan Löhr und Martin Rieck über einen Beruf, in dem man stark sein muss für die Schwachen unter uns, zu denen man einmal selbst gehören könnte. Ein brennendes Thema unserer Zeit.